Evangelische Kirche plant Schuldeingeständnis gegenüber Homosexuellen


Bild: bpb.de

Die evangelische Landeskirche in Berlin will sich bei Homosexuellen entschuldigen – für Diskriminierung und mangelnde Unterstützung. Dabei geht es um historische Sachverhalte wie jüngste Entwicklungen.

katholisch.de

Die Berliner evangelische Landeskirche plant ein Schuldeingeständnis gegenüber Homosexuellen. Das kündigte die Pfarrerin für Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Marion Gardei, gegenüber der Berliner Wochenzeitung «Die Kirche» (Ausgabe 28. Juli) an. «Es ist längst überfällig in Bezug auf das Verhalten der Amtskirche in der Nazi-Zeit», sagte Gardei der Zeitung.

In der NS-Zeit seien homosexuelle Pfarrer unter Aberkennung der Ordinationsrechte entlassen und schutzlos der NS-Justiz ausgeliefert worden. «Was Ausschluss und Diskriminierung Gleichgeschlechtlicher angeht, müssen wir aber auch die Zeit danach bis in die Gegenwart in den Blick nehmen», sagte die Theologin. Noch vor 20 Jahren untersagte die Landeskirche beispielsweise schwulen Pfarrern, mit ihren Partnern in den Pfarrhäusern zu leben.

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