Kronprinz plant Utopia in Saudi-Arabien


Mitten in der Wüste Saudi-Arabiens soll eine neue Stadt entstehen. Dafür scheute Kronprinz Mohammed bin Salman keine Kosten und Mühen und wandte sich an renommierte US-Beratungsfirmen. Ergebnis ist der utopische Plan einer Stadt namens „Neom“, die volle Automatisierung, Unterhaltung und beste Lebensqualität bieten will. Doch das wirkt in dem islamisch-konservativen Königreich wie ein großer Widerspruch.

news.ORF.at

Der Name „Neom“ ist eine Verschmelzung von „neo“ (griechisch: neu) und „m“ für „mustaqbal“ (arabisch: Zukunft). Errichtet werden soll das saudi-arabische Utopia in der Küstengegend im Nordwesten des Königreichs. So wie in den meisten Gegenden in dem Land ist auch dort die Landschaft karg – und, wie das „Wall Street Journal“ („WSJ“) kürzlich berichtete, sogar derart unbrauchbar, dass eine Gruppe von westlichen Beobachtern als Vorteile lediglich auflistete: „Sonnenlicht und ein unbegrenzter Zugang an Salzwasser“. Der Kronprinz allerdings sieht keine trockene Einöde, sondern die Zukunft.

Zusammen mit internationalen Beratern wie der Boston Consulting Group, McKinsey und Oliver Wyman entwickelte er einen Plan für einen 500-Mrd.-Dollar-Stadtstaat (449 Mrd. Euro), der sich über rund 26.000 Quadratkilometer Steinwüste und leere Küsten erstrecken soll. Wie viel von „Neom“ tatsächlich bald Realität sein könnte und wie viel Utopie bleiben wird, darüber scheiden sich jedoch die Geister. Aus den Plänen, die einerseits teilweise auf der Website des Projekts einsehbar sind, andererseits dem „WSJ“ nach eigenen Angaben im Detail vorliegen, geht aber einiges hervor.

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