Prinz von Preußen kritisiert Indiskretionen bei Verhandlungen


Durch ihre Entschädigungsforderungen zogen die Hohenzollern zuletzt viel öffentliche Kritik auf sich. Jetzt tritt der Chef des Hauses, Georg Friedrich Prinz von Preußen, die Flucht nach vorn an und sucht ein „schiefes Bild“ zurechtzurücken.

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Im Streit über Entschädigungsforderungen an die Hohenzollern hat Georg Friedrich Prinz von Preußen die Weitergabe von Dokumenten aus den vertraulichen Verhandlungen mit dem Bund, Berlin und Brandenburg sowie Kultureinrichtungen kritisiert. In einem Interview der „Welt am Sonntag“ forderte das Oberhaupt des Hauses Hohenzollern Bund, Länder und Institutionen zugleich zur Aufklärung auf. Der Prinz versicherte zudem, öffentlich gezeigte Gegenstände in Museen seien durch eine Vereinbarung mit den Hohenzollern nicht gefährdet.

„Ich bin zuversichtlich, dass die Gegenseite das allein aufklärt“, sagte der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers zu den Indiskretionen. „Das erwarte ich allerdings auch, denn das entspricht Recht und Gesetz.“ Im Übrigen bedaure er in erster Linie nicht die Weitergabe von Dokumenten, sondern eine „selektive“ Weitergabe: „Tatsächlich hat das der Öffentlichkeit ein sehr eingeschränktes und schiefes Bild vermittelt.“

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