Wie Brandenburgs Seen schwinden


Der Pegel des Straussees am Rand von Strausberg sinkt, das Freibad ist dieses Jahr erstmalig geschlossen.Foto: Karin Christmann

Hitze, Verdunstung, wenig Regen. Aber auch der Mensch trägt seinen Teil dazu bei, dass in Brandenburg viele Seen schwinden. Sind sie schon verloren?

Von Deike Diening | DER TAGESSPIEGEL

Andreas Menzel legt sich ins Zeug. Für den See im Allgemeinen, für dessen frei zugängliches Ufer im Besonderen, im Moment allerdings dafür, ein Ruderboot mit gleichmäßigen Schlägen hinaus ins Weite zu bewegen, auf den Groß Glienicker See, dessen Wasserstand zuletzt so alarmierend gesunken ist, dass Menzel für den kommenden Donnerstag eine Bürgerversammlung dazu einberufen hat.

Die Ruder tauchen ins Glitzernde. Es ist die Woche der deutschlandweiten Hitzerekorde. Die Menschen sind Standbilder auf Stand-up-Paddles. Wasserqualität: ausgezeichnet. Nur ist von dem ausgezeichneten Wasser insgesamt immer weniger da.

Und das schwindet aus vielen Brandenburger Gewässern. Es ist das erste Jahr, in dem das Freibad am Straussee bei Strausberg östlich von Berlin geschlossen ist. Es wäre ja auch mörderisch, bei einer Wassertiefe von 40 Zentimetern ein Bad mit Sprungturm betreiben zu wollen.

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