Knapp 9000 Visa für Angehörige von Schutzbedürftigen


Flüchtlinge kommen ein Grenzdurchgangslager in Niedersachsen (Foto: dpa)
  • Vor einem Jahr wurde der Familiennachzug für „subsidiär Schutzbedürftige“ neu geregelt – nachdem er zuvor zwei Jahre lang ganz ausgesetzt war.
  • Seitdem haben knapp 9000 Angehörige von Schutzbedürftigen Visa für Deutschland erhalten. Möglich gewesen wären nach Koalitionsentscheidung 1000 pro Monat.
  • Sogenannten subsidiären Schutz erhalten Asylbewerber, die zwar nicht persönlich verfolgt werden, denen aber bei einer Rückkehr in ihr Herkunftsland Gefahr droht, etwa weil dort Krieg herrscht.

Süddeutsche Zeitung

Seit der Neuregelung des Familiennachzugs vor einem Jahr haben etwa 9000 Angehörige von Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus Visa für Deutschland bekommen. Von August 2018 bis Ende Juni wurden insgesamt 8758 Einreiseerlaubnisse erteilt, wie das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte.

Vor einem Jahr trat die Regelung in Kraft, wonach auch „subsidiär Schutzberechtigte“ – in der Regel Bürgerkriegsflüchtlinge – wieder Angehörige zu sich nach Deutschland holen dürfen. CDU, CSU und SPD hatten sich nach mühsamen Verhandlungen auf die Öffnung geeinigt. Allerdings gibt es eine monatliche Obergrenze von 1000 positiven Entscheidungen beim Bundesverwaltungsamt.

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