Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof: Der Tatverdächtige war in der Schweiz seit Donnerstag zur Verhaftung ausgeschrieben


Am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs wurde ein Junge auf die Schienen gestossen. (Bild: Ralph Orlowski / Reuters)

Der mutmassliche Täter stammt aus Eritrea, hat seinen Wohnsitz im Kanton Zürich und war in psychiatrischer Behandlung. Vergangene Woche war die Polizei wegen häuslicher Gewalt an seinen Wohnort ausgerückt.

Jonas Hermann, Benedict Neff, Marcel Gyr, Linda Koponen | Neue Zürcher Zeitung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Montag hat ein 40-jähriger Mann eine Mutter und ihren Sohn ohne erkennbares Motiv vor einen einfahrenden ICE am Frankfurter Hauptbahnhof gestossen.
  • Die Mutter konnte sich retten, der achtjährige Junge verstarb noch vor Ort.
  • Bei dem mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 40-Jährigen Mann mit eritreischer Staatsbürgerschaft. Er hat seinen Wohnsitz im Kanton Zürich und eine Niederlassungsbewilligung. Offenbar wurde er seit Donnerstag von der Schweizer Polizei gesucht, weil er seine Nachbarin mit einem Messer bedroht und sie dann eingesperrt haben soll.
  • Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat einen Haftbefehl wegen Mordes und zweifachen Mordversuches beantragt.

Pressekonferenz der Zürcher Kantonspolizei:

Der mutmassliche Täter lebt seit 2006 in der Schweiz und ist in Wädenswil wohnhaft. Er besitzt seit 2011 eine Niederlassungbewilligung C und ist Mitglied der christlich-orthodoxen Glaubensgemeinschaft. Laut der Kantonspolizei führte er mit seiner Familie ein unauffälliges Leben. Die polizeilichen Ermittlungen und eine Hausdurchsuchung ergaben denn auch keine Hinweise auf eine Radikalisierung oder ein ideologisches Motiv.

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