Militäreinsatz in der Straße von Hormus: Schröder warnt vor „nachträglicher Legitimation des Irak-Kriegs“


Gerhard Schröder bei einem SPD-Parteitag.Foto: REUTERS

Altkanzler Gerhard Schröder lehnt die deutsche Beteiligung an einem US-geführten Militäreinsatz ab – allerdings keine europäische Schutzmission.

DER TAGESSPIEGEL

Altkanzler Gerhard Schröder hat eine deutsche Beteiligung an einem US-geführten Militäreinsatz in der Straße von Hormus abgelehnt. Deutschland dürfe sich nicht in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineinziehen lassen, sagte Schröder der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Das wäre eine nachträgliche Legitimation des Irak-Kriegs.“

Schröder (SPD) hatte 2003 als Kanzler Nein zu einer deutschen Beteiligung an der US-Invasion im Irak gesagt. Die Amerikaner hatten damals eine „Koalition der Willigen“ gebildet, der sich auch einige europäische Bündnispartner anschlossen, darunter Großbritannien und Spanien. Deutschland und Frankreich lehnten die Militärmission ab.

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