Nichtdeutsche bei Straftaten überdurchschnittlich vertreten


Straftäter hält ein Butterflymesser in der Hand (Symbolbild).Foto: Ingo Wagner/dpa

11,5 Prozent der hier lebenden Menschen sind nicht deutscher Herkunft. Die Kriminalstatistik zeigt, dass sie mehr Straftaten begehen als Deutsche.

Von Frank Jansen | DER TAGESSPIEGEL

Nach aufsehenerregenden Straftaten von Personen aus anderen Staaten wird oft diskutiert, in welchem Maße die Bundesrepublik durch Kriminalität von Migranten belastet ist. Aufschluss gibt die vom Bundeskriminalamt erstellte Polizeiliche Kriminalstatistik. Demnach registrierte die Polizei 2018 insgesamt 708 380 nicht deutsche Tatverdächtige. Das waren 34,5 Prozent aller Tatverdächtigen, die Gesamtzahl liegt bei rund zwei Millionen.

Die Bilanz zeigt allerdings nicht das komplette Bild der Straftaten, politisch motivierte Delikte und ein Teil der Verkehrsstraftaten fehlen. In der Summe sind jedoch Delikte enthalten, die nur Migranten begehen können, das sind die Verstöße gegen das Ausländerrecht. Ohne sie sinkt der Anteil der nicht deutschen Tatverdächtigen auf 30,5 Prozent. Das ist immer noch mehr als der Anteil von Ausländern an der Gesamtbevölkerung.

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