Skurril: „Ohrenkitzeln“ gegen das Altern


Ein leichter Stromreiz am Ohr kann möglicherweise das im Alter verschobene Gleichgewicht zwischen Sympathicus und Parasympathicus wieder normalisieren. © University of Leeds

Verblüffend simpel: Schon ein kleiner Stromreiz am Ohr könnte helfen, einer typischen Alterserscheinung entgegenzuwirken, wie eine Pilotstudie nahelegt. Denn der kitzelnde Strom reizt einen im Ohr verlaufenden Zweig des Vagusnervs und gleicht so eine alterstypische Disbalance im vegetativen Nervensystem aus. Das wiederum trägt dazu bei, den Blutdruck zu senken, das Herz zu stabilisieren und erhöht auch das allgemeine Wohlbefinden.

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Wenn wir älter werden, verändert sich nicht nur unser Körper – auch die Balance in unserem vegetativen Nervensystem verschiebt sich. Der für Regeneration, aber auch viele Organfunktionen wichtige Parasympathicus-Zweig wird schwächer, dafür erlangt der anregende, für Flucht und Kampfreaktionen zuständige Sympathicus-Zweig die Oberhand. Diese Disbalance macht uns im Alter unter anderem anfälliger für Bluthochdruck, Stressfolgen, Organschäden und Herzprobleme.

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