Von Totenköpfen und Teufelshörnern – Religion auf dem Wacken Open Air


Morgen startet das weltgrößte Heavy-Metal-Festival im norddeutschen Wacken. Neben langen Haaren und schwarzer Kleidung gehören auch anti-religiöse Symbole zu den Erkennungszeichen der Fans. Wie ernst meinen sie es damit wirklich?

Von Michael Althaus | katholisch.de

Party, laute Musik und jede Menge Alkohol: Im schleswig-holsteinischen Dörfchen Wacken (Kreis Steinburg) herrscht am erstem Augustwochenende wieder der Ausnahmezustand. Rund 75.000 Fans reisen zum Wacken Open Air an, dem nach eigenen Angaben weltgrößten Heavy-Metal-Festival. Neben langen Haaren und schwarzer Kleidung gehören auch anti-religiöse Symbole zu den Erkennungszeichen der Metaller: Ihr Gruß mit den zwei abgespreizten Fingern erinnert an die Satanshörner. Mancher Fan schmückt sich gerne mit einem umgedrehten Kreuz oder einer Totenkopfdarstellung. Und die von ihnen umjubelten Bands tragen Namen wie „Megadeth“, „Destroyer“ oder „Die apokalyptischen Reiter“.

Nicht selten wird daher der Generalverdacht gehegt, Heavy Metal stehe mit dem Christentum auf Kriegsfuß. Laut der Religionswissenschaftlerin Anna-Katharina Höpflinger eine unbegründete Vermutung. Die Forscherin an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität untersucht seit 2006 das Verhältnis von Heavy Metal und Religion. „In der Heavy-Metal-Szene sind so unterschiedliche Weltanschauungen vertreten wie in der Gesamtgesellschaft auch“, sagt die Expertin.

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