Das Eis auf Grönland schwindet derzeit so schnell, als schmölze das Matterhorn binnen eines Tages


Eisberg-Grönland. Themenbild. Bild von Summersdale auf Pixabay

Grönland erlebt gerade eine extreme Hitzewelle, die riesige Eismassen schmelzen lässt. Experten sind beunruhigt: Ähnliches sei bis anhin kaum einmal vorgekommen.

Haluka Maier-Borst, Sven Titz | Neue Zürcher Zeitung

0,11 Millimeter sind ein Hauch von nichts, nicht viel mehr als die Dicke eines besonders dicken menschlichen Haares. Und doch sorgt dieser Hauch von nichts gerade für Aufsehen bei Klimaforschern. Denn um so viel könnte der weltweite Meeresspiegel steigen, allein aufgrund der Ereignisse, die sich derzeit in Grönland abspielen.

Seit dem 30. Juli liegt eine extreme Hitzewelle über der Insel. Sie scheint durch eine Wetterlage hervorgebracht worden zu sein, die auch die Höchsttemperaturen verursachte, die vorige Woche Europa heimgesucht haben. Bei hohem Luftdruck ist es ungewöhnlich sonnig auf Grönland. Und weil schon viel Schnee geschmolzen ist, nimmt das Eis, das dunkler ist als Schnee, besonders viel Sonnenstrahlung auf.

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