Das Nördlinger Ries zeigt die katastrophalen Folgen eines Stufe-3-Meteoriten


Der Meteorit, der vor 14,5 Millionen Jahren das Nördlinger Ries schuf, schlug einen Krater von 25 Kilometer Durchmesser Quelle: Wikipedia/Nasa

Dass die Natur viele tödliche Untergangsszenarien bereithält, wird in der Debatte über den Klimawandel übersehen. Wie die Geschichte zeigt, kann schon eine kleine Meteoriten-Explosion Städte auslöschen.

Von Gerd Küveler | DIE WELT

Um 1900 wurden durch Menschen verursachte Umweltkatastrophen kaum diskutiert. Als Bedrohung Nummer eins erschien damals die „Asterix-Befürchtung“, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Ganz buchstäblich sogar in Form von Steinen aus dem Weltall. Davon zeugen diverse Science-Fiction-Romane jener Zeit, die das Problem ernst angingen, oder Kometen-Postkarten, die sich über ein derartiges Szenario lustig machten. Heute wissen wir recht gut, welche Großrisiken Kometen- und Asteroiden-Einschläge darstellen. Man kann grob vier Bedrohungsstufen unterscheiden.

Die Stufe eins geht von Objekten um 100 Meter aus. Ein Beispiel ist der (wahrscheinliche) Tunguska-Meteorit von 1908, der auf oder über unbewohntem Gebiet in Sibirien explodierte. Sein Durchmesser betrug circa 75 Meter. Er hätte ausgereicht, um den Großraum Berlin zu vernichten. Man rechnet etwa alle 300 Jahre weltweit mit einem solchen Ereignis.

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