Kritik an geplanten Mischwesen zwischen Mensch und Tier: Ein Tabubruch


Bild von Sarah Richter auf Pixabay

In Deutschland wird Kritik an der Forschung zur Herstellung von Mischwesen aus Mensch und Tier laut. Der Moraltheologe Lob-Hüdepohl äußert große ethische Vorbehalte gegen Experimente, bei denen ein Tier Embryonen austrägt, die mit menschlichen Stammzellen verändert wurden.

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Lob-Hüdepohl sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), es müsse unbedingt ausgeschlossen werden, dass sich im Mutterleib des Wirtstieres ein echtes Mensch-Tier-Mischwesen entwickele. „Die fundamentale Grenze zwischen Mensch und Tier, auf der nicht nur unsere Rechtsordnung, sondern auch unser gattungsethisches Selbstverständnis als Menschen beruht, würde in unzulässiger Weise porös“, so das Mitglied des Deutschen Ethikrates.

Das Wissenschaftsmagazin „Nature“ hatte zuvor berichtet, dass Japan Forschung erlaubt habe, die langfristig zur Geburt genetisch manipulierter Mischwesen aus Mensch und Tier führen könnte, um Spenderorgane für Menschen zu gewinnen. Eine Forschergruppe um Hiromitsu Nakauchi von der University of Tokyo und der Stanford University in Kalifornien will dazu zunächst weitere Versuche zwischen unterschiedlichen Tierarten durchführen. Entsprechende Experimente sind in verschiedenen Ländern in Arbeit; sie dürfen aber nur bis zu einem Alter von 14 Tagen der Tier-Embryonen durchgeführt werden. Japan hat kürzlich zugelassen, dass solche Mischwesen – auch Mensch-Tier-Wesen – künftig auch zur Welt kommen dürfen.

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