Theologe Dabrock: Chimären-Experiment in Japan hat hochrangiges Ziel


Bild: Deutscher Ethikrat

Der Sozialethiker Peter Dabrock hat davor gewarnt, die in Japan geplante Forschung an Mensch-Tier-Wesen vorschnell zu verurteilen. „Natürlich ist nachvollziehbar, dass man erst einmal Grusel empfindet“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats am Mittwoch in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd)

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„Man denkt vielleicht an Pegasus, Sphinx, Kentauren oder irgendwelche Horrormonster aus Hollywood-Trash-Filmen“, sagte Dabrock. Darum gehe es aber überhaupt nicht. Hinter dem Experiment stehe durchaus ein hohes und berechtigtes Ziel, betonte der Theologe.

„Ziel dieser Grundlagenforschung ist, dass man in einer Ratte menschliche Bauchspeicheldrüsen züchten könnte“, erklärte Dabrock. Man wolle langfristig auf die Art und Weise die Organknappheit überwinden, betonte er. In Deutschland werde derzeit über eine Neuregelung der Organspende debattiert. „Viele Menschen haben bei der Widerspruchsregelung, die ein Vorschlag ist, Bauchschmerzen“, sagte er. „Wenn es hier die Option gibt, die Forschung so weit voranzubringen, dass man nicht nur Organknappheit beheben, sondern sogar auf klassische Organspende verzichten könnte, ist das auf jeden Fall ein hochrangiges Ziel“, sagte er.

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