Pufferzone in Nordostsyrien: Die Bedingungen der YPG


Archivbild (Dezember 2018): Propaganda der islamistischen Miliz Liwa Suqur al Shimal in Vorbereitung zur Unterstützung der türkischen Invasion auf Manbisch in Nordsyrien

Der Kommandeur der SDF bietet eine 5 Kilometer tiefe Zone als Kompromissvorschlag an. Unter der Bedingung, dass die Türkei keine syrischen islamistischen Milizen einsetzen darf

Thomas Pany | TELEPOLIS

Nur 5 Kilometer darf die „Sicherheitszone“, die die Türkei fordert, tief nach Nordsyrien hineinreichen, so verlangen es die Kurden. Und sie wollen eine internationale Aufsicht über die safe zone, ohne Beteiligung türkischer Truppen – außer die Türkei erfüllt Bedingungen, die zu erfüllen im Augenblick völlig unmöglich erscheinen.

Aber vielleicht sind derzeit Kompromisse möglich, der Druck wächst, alle drei großen Parteien, die USA, die Türkei und die Kurden der Rojava-Selbstverwaltung, stehen in einem Kräfte- und Abhängigkeitsverhältnis zueinander, das Kompromisse braucht. Außer man will die nächste große Front in Syrien eröffnen.

Allein dass die YPG nun selbst Vorschläge für die Pufferzone öffentlich macht, ist nach all den Erfahrung, die die Kurden in Afrin gemacht haben und machen, ein Schritt, der lange Zeit von Experten und Beobachtern als unwahrscheinlich eingestuft worden war. Die Türkei in die von Kurden verwalteten Gebiete in Nordsyrien hineinzulassen, wurde als Risiko gesehen, das die YPG niemals akzeptieren würde.

Die genannten kurdischen Vorschläge, wonach eine buffer zone mit fünf Kilometern Tiefe statt 30 Kilometern, wie von der Türkei gefordert, möglich wäre, stammen vom kurdischen SDF-Kommandeur Mazlum Kobane (aka Ferhat Abdi Sahin, oft auch unter dem Namen Mazlum Abdi oder Ebdi). Er äußert sie in einem Interview mit al-Monitor.

Dort heißt es, dass die Kurden Vorschläge zur Einrichtung einer Sicherheitszone über die von den USA vermittelten Kontakte zum türkischen Geheimdienst bereits schon im Dezember weitergegeben hätten, um eine eigene Kompromisslösung auf den Verhandlungstisch zu bringen.

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