Die jüngsten Strafzölle der USA zielen direkt auf das Portemonnaie amerikanischer Konsumenten


Donald Trump erklärt China im Handelsstreit gewissermassen den Krieg. Die von ihm angekündigte Verhängung weiterer Strafzölle dürfte zahlreiche Konsumgüter in den USA empfindlich verteuern. An den Aktienmärkten fallen die Notierungen auf breiter Front.

Dominik Feldges | Neue Zürcher Zeitung

«Wir werden China gnadenlos besteuern» («We will be taxing the hell out of China»), hat Präsident Donald Trump am Donnerstagabend (US-Ortszeit) an einer Veranstaltung in Cincinnati erklärt. Zuvor hatte er schon per Twitter verlauten lassen, dass nun weitere Importe mit einem Gesamtwert von 300 Mrd. $ aus China mit einem Strafzoll von 10% belegt würden. Trump will die Regierung in Peking im Handelsstreit damit zu Konzessionen zwingen, doch ob ihm dies gelingt, ist völlig offen.

Auch Arbeitsplatzverluste drohen

Sofern die zusätzlichen Zölle wie erwartet Anfang September 2019 in Kraft treten, werden in erster Linie die amerikanischen Privathaushalte leiden. Und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht: Die Anbieter von Elektronikgeräten wie Apple oder Schuh- und Bekleidungshersteller wie Nike, die ihre Produkte zu einem grossen Teil im Reich der Mitte fertigen lassen, werden versuchen, die Abgaben in Form von höheren Preisen an die Konsumenten weiterzugeben. Allerdings dürfte dies angesichts hart umkämpfter Absatzmärkte nicht in vollem Umfang möglich sein. Um die Mehrkosten wegen der Strafzölle gleichwohl kompensieren zu können, werden betroffene Firmen wohl auch Sparmassnahmen ergreifen.

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