Sekten: Zum «sozialen Tod» verurteilt


Die strengen Regeln der Zeugen Jehovas bereiten Fachstellen für Sektenfragen Sorgen. Im Bild die Niederlassung der Organisation in Zürich. (Bild: Andreas Faessler, 31. Juli 2019)

Ein Gedenktag soll die Öffentlichkeit auf eine bedenkliche Praxis der Zeugen Jehovas aufmerksam machen.

Andreas Faessler | Luzerner Zeitung

Aus der im Jahre 1870 von Charles Taze Russell in Amerika gegründete Bibelforscherbewegung, auch Wachtturm-Gesellschaft genannt, sind im Laufe der Zeit mehrere weitere religiöse Glaubensgemeinschaften hervorgegangen. Die bekannteste von ihnen sind die Zeugen Jehovas. Am 26. Juli 1931, exakt vor 88 Jahren, gab Joseph Rutherford, zweiter
Präsident der Wachtturm-Gesellschaft, der abgespalteten Organisation diesen neuen Namen und wandelte die bisher nach den lockeren Regeln Russells lebende Gemeinschaft in eine straffe Organisation um, deren Regeln in den Folgejahren immer strenger wurden.
Rutherfords Nachfolger, Nathan Knorr, erweiterte den Regelkatalog in den 1960er-Jahren um einen besonders denkwürdigen Punkt: Der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas wurde ein striktes Kontaktverbot zu ehemaligen Mitgliedern auferlegt, auch wenn es sich dabei um enge Familienangehörige handelt.

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1 Comment

  1. Zugegeben die „Zeugen Jehovas“ sind schon speziell. Aber aufgrund meiner Erfahrungen sehe ich hier nicht allzu viel Unterschied zur Röm.-Kath. Kirche, zumindest nicht zu dem Ableger in Bayern. M.

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