Suche nach Mikrometeoriten vom Dach – Bürger helfen Forschern


(Bild: Museum für Naturkunde Berlin)

Täglich fällt außerirdischer Staub auf die Erde. Auf Dächern bleiben kleinste Meteorite liegen, wo sie jeder finden könnte. Wenn man weiß, wie das geht.

Von Gisela Gross | heise online

Geschosse aus dem All, die beim Einschlag riesige Krater auf der Erde hinterlassen – so stellt man sich als Laie gemeinhin einen Meteoriten vor. Dass diese aber tatsächlich in viel größerer Zahl in Miniaturform auf uns rieseln, ist weniger bekannt. Und erst seit wenigen Jahren ist klar, dass sich die außerirdischen Körnchen in Städten bergen lassen, wo sie zum Beispiel auf Flachdächern liegen bleiben. In Berlin haben Wissenschaftler mit der Suche begonnen und auch Bürger zur Mithilfe aufgerufen.

„Mikrometeorite – Der kosmische Schatz Berliner Dächer“ heißt das Mitmach-Projekt des Naturkundemuseums und der Freien Universität Berlin (FU Berlin), das vor wenigen Tagen gestartet ist. Mehr als 100 Menschen wollten mit auf die Jagd gehen, rund 20 wurden ausgewählt: vom Kind bis zum Rentner. Die Hälfte von ihnen sitzt an einem schwülen Morgen in einem abgedunkelten Hinterzimmer des Museums, um sich am Mikroskop an die Arbeit zu machen. Manche haben dafür extra Urlaub genommen.

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