Südamerikanisches Äffchen war nur so groß wie ein Hamster


Die Sedimentschichten an den Ufern des Río Alto Madre des Dios strotzen vor Fossilien. Unter anderem wurden dort die Überreste ausgestorbener Nagetiere und Fledermäuse gefunden.
Foto: Wout Salenbien, Duke University

Der winzige Parvimico materdei ist der kleinste fossile Affe, den man je gefunden hat

DERSTANDARD

Wissenschaftliches Arbeiten erfordert Geduld und ein gutes Auge – davon kann ein Team peruanischer und US-amerikanischer Forscher ein Lied singen, dessen jüngste Arbeit nahe an der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen lag. Konkret durchsiebten sie eine Tonne Sediment von einem peruanischen Flussufer, um schließlich einen einzelnen Zahn zu finden, der gerade einmal doppelt so groß wie der Kopf einer Stecknadel war.

Dieser Zahn ist allerdings aufschlussreich. Er ist 17 bis 19 Millionen Jahre alt und muss als einer der oberen Backenzähne im Gebiss eines Affen gesessen haben, der nur so groß wie ein Hamster gewesen sein kann. Die bislang unbekannte Spezies erhielt die Bezeichnung Parvimico materdei, was in etwa „winziger Affe aus dem Muttergottesfluss“ bedeutet, da der Fund aus dem Río Alto Madre des Dios im Südosten Perus stammt.

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