Kirchenasyl – „Kein Wille zur Anerkennung von Härtefällen erkennbar“


Er lehne das Kirchenasyl „prinzipiell und fundamental ab“, sagte der frühere Innenminister de Maiziere und mahnte Änderungen an. Seit der Verschärfung der Regelungen für das Kirchenasyl werde nun kaum ein Härtefallantrag mehr anerkannt. Hilfsverbände schlagen Alarm.

Von Birgit Wilke | katholisch.de

Der Appell klingt verzweifelt: Selbst hoch suizidale Menschen oder Opfer von Menschenhandel würden nicht mehr als besondere Härtefälle anerkannt, so schrieb die ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ (BAG) unlängst in einem offenen Brief an die Innenminister. Aus dem Bamf, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, gebe es so gut wie keine positiven Voten mehr.

„Asyl in der Kirche“ begleitet bundesweit Kirchengemeinden oder Ordensgemeinschaften, die von der Abschiebung bedrohte Flüchtlinge aufnehmen, und führt Statistiken. Dass derzeit fast keine Härtefälle mehr anerkannt werden, führt der Verband auf die neuen Regelungen zurück, die Anfang August letzten Jahres in Kraft traten.

weiterlesen