USA: Zwei Massaker innerhalb von 24 Stunden


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Aus der texanischen Grenzstadt El-Paso und in Dayton, Ohio, werden viele Tote gemeldet. Bei dem ersten Massenmord wird ein politischer Hintergrund ins Spiel gebracht

Thomas Pany | TELEPOLIS

Die Mörder haben ein Blutbad unter Unschuldigen angerichtet. Über 20 Tote und 26 Verletzte lautet die vorläufige Bilanz einer Gewalttat, die am Samstagvormittag (Ortszeit) in einer Walmart-Filiale in der texanischen Stadt El Paso begangen wurde. Die Opfer waren, wie es oft kalt aus Rat- und Hilflosigkeit so gesagt wird: „zur falschen Zeit am falschen Ort“. Die Getöteten und Verletzten hatten keine Beziehung zu dem Täter; sie waren für ihn nur Symbole, keine Personen, Mittel zu einem selbstherrlichen Zweck, dem das Leben anderer nichts bedeutet.

Am heutigen Sonntag wird ein weiterer Massenmord aus den USA gemeldet. Mindestens 9 Tote und 16 Verletzte lautet die vorläufige Bilanz der Gewalttat in Dayton, Ohio. Der Täter schoss auf Besucher einer Bar.

Bei diesem Zwischenfall mit einer großen Opferzahl („mass casualty incident“) ist bis Sonntagmittag noch wenig über die Opfer und den Täter bekannt. Der mutmaßliche Mörder wurde von der Polizei getötet. Da er ersten Meldungen zufolge aus einem Gewehr mehrere Salven abgab, ist naheliegend, dass auch hier keine „Beziehungstat“ vorliegt, sondern eine Motivation, die den Täter dazu brachte, ein persönliches Kriegsrecht zu fabrizieren.

Der Hauptverdächtige in El Paso wurde von der Polizei gefasst. Zwar gaben die Behörden zunächst seine Identität nicht preis, sie kursierte dann aber schnell Publikationen, als Name wird Patrick Crusius genannt. Der junge Mann, Anfang zwanzig, ist in einer Sniper-Kämpfermontur in die Walmart-Filiale eingedrungen.

Die großen Medien hielten sich heute Vormittag auffallend mit der genauen Bezeichnung der Waffe, einem Schnellfeuergewehr, zurück. Als Erklärung naheliegend ist, dass man damit der Selbstinszenierung des Mörders keine Nahrung geben will. Denn es gibt ein Manifest, das in Berichten erwähnt wird, und mutmaßlich vom Täter vor dem Anschlag auf 8chan gepostet wurde. Dort delektiert sich der Täter an der Wahl der Waffe vor seinem Publikum.

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