„Akt der Gerechtigkeit“: Bayern gibt NS-Raubkunst zurück


Nach jahrelanger Recherche konnten die Erben der urspünglichen Besitzer der neun Kunstwerke ausfingis gemacht werden. Heute wurden die Werke zurückgegeben. Kunstminister Sibler sprach von einer ethischen Verpflichtung.© BR

Der Freistaat Bayern hat neun Kunstwerke an eine jüdische Familie zurückgegeben. Die Werke waren im November 1938 von der Gestapo beschlagnahmt worden. Kunstminister Sibler sprach von einem „wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Geschichte“.

Peter Kveton, Maximilian Heim | BR24

Die Erben einer von den Nazis ermordeten Familie haben neun geraubte Kunstwerke zurückerhalten. Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) sprach bei der Übergabe am Montag von einem „wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Zeit“. Hardy Langer, Vertreter der Erbengemeinschaft, bedankte sich für „diesen Akt der Gerechtigkeit“.

Im Jahr 1938 hatte die Gestapo in München und Umgebung rund 2.500 Kulturgüter von 70 jüdisch-stämmigen Haushalten beschlagnahmt. Inzwischen sind die Behörden laut eigenen Angaben bemüht, solche Kulturgüter ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Hierfür unterzeichneten 44 Staaten im Jahr 1998 die rechtlich nicht bindende „Washingtoner Erklärung“ – seitdem kam es in Bayern zu 15 solcher Rückgaben.

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