Stadtdekan zu Eltz: Machtmissbrauch ist in „Keimbahn“ der Kirche


Machtmissbrauch sei der katholischen Kirche „in die Keimbahn geschrieben“: Der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz warnt davor, eigene Fehler einem von außen kommenden „Bösen“ zuzuschreiben – und widerspricht damit auch Papst Franziskus.

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Frankfurts Stadtdekan Johannes zu Eltz wendet sich dagegen, bei Missbrauchsfällen in der Kirche menschliches Fehlverhalten kleinzureden. „Wir müssen die Fehler bei uns suchen – nicht im Bösen, das von außen kommt“, sagte zu Eltz der „Frankfurter Neuen Presse“ (Montag). Er reagierte damit auf Äußerungen von Papst Franziskus, der davon gesprochen hatte, dass ein Geistlicher, der sich an Kindern vergeht, ein „Werkzeug Satans“ sei.

Zu Eltz betonte: „Als Vormacht für die Bekämpfung des Bösen war die Kirche ja immer davon überzeugt, dass sie im Kern heilig ist und nicht korrumpiert werden kann. Ich fürchte, so stimmt das nicht. Wir müssen lernen, dass Machtmissbrauch der katholischen Kirche in die Keimbahn geschrieben ist.“ Der Stadtdekan betonte: „Das Böse kommt nicht nur von außen. Es ist immer auch drinnen.“

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