Wegen Israel-Rede: Nordkirche distanziert sich von Bischof Abromeit


Der evangelische Bischof Hans-Jürgen Abromeit hat eine „Überidentifikation“ der Deutschen mit dem Staat Israel kritisiert – und steht dafür nun selbst in der Kritik. Während sich seine Kirche von ihm distanzierte, meldete er sich erneut zu Wort.

katholisch.de

Die evangelische Nordkirche hat sich von den Äußerungen ihres Bischofs Hans-Jürgen Abromeit distanziert, nachdem dieser in einem Vortrag von einer „Überidentifikation“ Deutschlands mit dem Staat Israel gesprochen hatte. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt nannte die Formulierung „völlig unangemessen“. „Es handelt sich bei dem Vortrag von Bischof Abromeit um seine persönliche Meinungsäußerung. Der Vortrag stellt keine Stellungnahme oder Positionsbeschreibung der Nordkirche dar“, heißt es in einer am Montag in Schwerin veröffentlichten Reaktion auf die Vorwürfe gegen Abromeit.

Der Greifswalder Bischof hatte in einem Vortrag am 1. August während der Jahreskonferenz der Evangelischen Allianz in Deutschland in Bad Blankenburg von einer „Überidentifikation mit dem Staat Israel“ gesprochen. Repräsentanten der Bundesrepublik gingen so weit, das Eintreten für die Sicherheit des Staates Israel zur Staatsräson für Deutschland zu erklären.

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