Neue Diskussion um Mensch-Tier-Mischwesen


Zwei Forschergruppen wollen Mensch-Tier-Mischwesen herstellen, indem sie menschliche Stammzellen in frühe Embryos von Schweinen oder Affen injizieren. © wildpixel/ iStock

Ethisch vertretbar oder bedenklich? Aktuell haben gleich zwei Forscherteams die Diskussion um Mensch-Tier-Mischwesen neu entzündet. Denn beide Teams wollen solche Chimären in bisher nie dagewesener Form erzeugen. Ein japanisches Team will langfristig menschliche Organe in Schweinen züchten, ein spanisch-chinesisches Team hat menschliche Stammzellen in Affen-Embryonen eingeschleust.

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Chimären sind Mischwesen, die aus Zellen und Geweben von zwei verschiedenen Arten bestehen. Dabei können die „fremden“ Zellen willkürlich verstreut sein oder sich in Form bestimmter Organe konzentrieren. So wurde schon 1984 die erste Chimäre aus Schaf und Ziege im Labor erzeugt, wenig später produzierten Forscher die ersten Mäuse mit menschlichem Immunsystem – eine in der Forschung seither viel genutzte Chimärenvariante. Auch Chimären aus verschiedenen Affenarten gibt es bereits.

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