Expertinnen: McCarrick bahnte sexuelle Kontakte gezielt an


Wegen sexuellen Missbrauchs wurde der US-amerikanische Ex-Kardinal Theodore McCarrick aus dem Klerikerstand entlassen. Zwei Präventionsexpertinnen haben nun Briefe an drei seiner Opfer untersucht – und dabei ein ganz bestimmtes Verhaltensmuster festgestellt.

katholisch.de

Die Nachrichtenagentur AP hat Briefe des wegen Missbrauchs aus dem Klerikerstand entlassenen Ex-Kardinals Theodore McCarrick an drei seiner Opfer veröffentlicht und sie von zwei Präventionsexpertinnen analysieren lassen. Diese haben darin Anzeichen des sogenannten Grooming festgestellt, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Das bedeutet, McCarrick habe gezielt versucht, sexuelle Kontakte anzubahnen. Die Korrespondenz sei „voller Schmeichelei, Vertrautheit und Prahlerei wegen seiner Macht“. Sie sei ein Zeugnis dafür, „wie ein Bischof, der um die Welt reist, junge, verletzliche Männer dazu brachte, sich besonders zu fühlen – und sie dann mutmaßlich ausnutzte“.

Das erste Schreiben, das AP zitiert, ist eine Postkarte aus dem Jahr 1970. „Es wird Zeit, dass du mich mal wieder besuchst“, schrieb McCarrick damals an den Jugendlichen James Grein, den er seit dessen elftem Lebensjahr bei verschiedenen Anlässen, unter anderem während der Beichte, missbrauchte. „Ich werde demnächst bei dir zu Hause anrufen, um das in die Wege zu leiten“, heißt es weiter in der Postkarte.

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