Auch Schweizer Wald könnte den Klimawandel bremsen – allerdings sollte das Holz dafür auch geschlagen und verbaut werden


Der Schweizer Mischwald hat grosses Potenzial als CO2-Speicher und als Lieferant von umweltfreundlichem Baustoff. (Bild: P. Frischknecht / Imago)

Der Umwelt zuliebe weniger Holz schlagen – und dafür mit CO2-Zertifikaten entschädigt werden: Diese Idee kommt bei den Bauunternehmen, die auf den Werkstoff Holz setzen, nicht gut an.

Erich Aschwanden | Neue Zürcher Zeitung

Der diese Woche veröffentlichte Bericht des Uno-Klimarates macht es deutlich: Die Wälder können einen enormen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Dies gilt nicht nur für den Regenwald, sondern auch für den Schweizer Wald. Doch der Wald als Kohlenstoffspeicher ist nur ein Hebel im Kampf gegen die Erwärmung der Erde. Holz kann auch in seiner Funktion als Baustoff, Energieträger und Dämmstoff dazu beitragen, Treibhausgase zu reduzieren. Insbesondere Bauen mit Holz hat in der Schweiz Tradition und erlebt seit mehreren Jahren einen Boom.

Potenzial der Wälder längst nicht ausgeschöpft

Diese Tatsache freut Thomas Rohner, Professor für Holzbau an der Berner Fachhochschule. Gleichzeitig ist der Experte davon überzeugt, dass das Nutzungs- und Wertschöpfungspotenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. Um dies zu ändern, hat er das Forum Holz und Wirtschaft Schweiz ins Leben gerufen, das im Januar in Hasliberg (Bern) erstmals eine Tagung durchführte. Hasliberg wurde deshalb als Tagungsort gewählt, weil die Gegend rund um den Brünig seit längerem stark auf den Werkstoff Holz setzt.

weiterlesen