Ein Insekt, dem man lieber nicht begegnet


Kleiner Käfer mit großer giftiger Wirkung: Mit der Championsfliege legt man sich besser nicht an. Bild: Nicolas Aschoff

Die afrikanische „Championsfliege“ ist nur wenige Millimeter groß. Dennoch sollte man sich vom aggressiven Käfer besser fernhalten. Denn dessen Gift kann für Menschen gefährliche Folgen haben.

Von Alexander Davydov | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Tierwelt Afrikas bietet zahlreiche gefährliche Vertreter, von denen man sich als Mensch besser fernhält. Doch was eine Gruppe von Schulkindern in einem Dorf im Norden Sierra Leones plötzlich von den Holzbänken aufschrecken lässt, ist weder eine Speikobra noch ein Nilkrokodil: Über die hölzernen Bretter krabbelt ein fingernagelgroßes, schwarzbraunes Insekt – von den Einheimischen auch Championsfliege genannt.

Die ehrfurchtsvolle Bezeichnung führt dabei in die Irre und trifft zugleich zu. Paederus sabaeus, so die vollständige lateinische Bezeichnung, ist eigentlich ein Käfer, der mehr einer Ameise ähnelt.

Was das Insekt so gefährlich macht, liegt im Inneren des Insekts verborgen, in der Hamolymphe. Denn zu ihrer Verteidigung sondert die Championsfliege ein giftiges Sekret ab, was für Menschen extrem unangenehme Folgen haben kann, wie die beiden deutschen Mediziner Elisa Schunkert und Nicolas Aschoff während ihrer Arbeit in Sierra Leone am eigenen Leibe erleben mussten: „Gleich zu Beginn unseres Aufenthaltes trafen wir immer wieder Menschen mit skurril aussehenden Ekzemen.“

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