Landtagswahlen in Ostdeutschland: Wie die AfD sich die Wende aneignet


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Um in den neuen Bundesländern Stimmen zu sammeln, vergleicht die AfD die Bundesrepublik immer öfter mit der DDR. Bürgerrechtler aus der Wendezeit sind empört – doch die Botschaft kommt an.

Von Kilian Pfeffer | tagesschau.de

„Werde Bürgerrechtler. Hol Dir Dein Land zurück – vollende die Wende.“ Das plakatiert die AfD in Brandenburg vor der anstehenden Landtagswahl. Und verteilt Aufkleber, auf denen steht: „Es werden schon wieder Dissidenten bespitzelt“ oder „Wir sind das Volk, damals wie heute“.

Mit dem Stimmzettel und einem Kreuz bei der AfD könnten die Menschen im Osten jetzt die friedliche Revolution vollenden, so die Behauptung der AfD.

Die AfD versuche, sich die Wenderhetorik zu eigen zu machen, sich als Vollenderin der Wende darzustellen,  erklärt die Publizistin Liane Bednarz. Sie hat als erste über dieses Phänomen geschrieben. „Im Endeffekt reden sie den Leuten ein, dass sie jetzt so ähnlich wie 1989 auf die Straße gehen und das System letztlich niederringen müssten“, sagt sie. „Das stachelt die Leute an, das macht sie scharf. Und es diskreditiert natürlich die Bundesrepublik, wie wir sie heute haben.“

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