Tempelberg in Jerusalem: Gewalt zum Auftakt des Opferfestes

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Zum Auftakt des muslimischen Opferfestes Eid al-Adh ist es auf dem Tempelberg in Jerusalem zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.

tagesschau.de

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es zu Zusammenstößen zwischen palästinensischen Gläubigen und der israelischen Polizei gekommen. Nach palästinensischen Angaben wurden mindestens 14 Personen verletzt, eine davon schwer.

Der Polizei zufolge wurden mindestens vier Beamte verletzt. Augenzeugen zufolge wurden mindestens zwei Personen festgenommen.

Beginn des Opferfestes

Heute begann das muslimische Opferfest Eid al-Adha. Tausende Palästinenser kamen daher zum Gebet in die Al-Aksa-Moschee. Das Fest fällt in diesem Jahr mit dem jüdischen Trauertag „Tischa Beav“ zusammen.

weiterlesen

Berliner Humboldt-Uni eröffnet zwei Märchensalons

Humboldt Universität Berlin. Bild von Jens Junge auf Pixabay

Über 700 Studienwillige und noch keine Professur auf Dauer besetzt: Die neuen Institute für Katholische und Islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität gehen dennoch mit viel Optimismus an den Start.

DOMRADIO.DE

Bundesweit steht die Hochschultheologie oft unter Spardruck. Doch in Berlin beginnen demnächst gleich zwei neue Einrichtungen, die sich mit Glaubensfragen befassen. Zum Wintersemester werden an der Humboldt-Universität (HU) die Institute für Islamische und für Katholische Theologie eröffnet. Das Interesse daran ist unerwartet groß.

Für die Islamische Theologie gibt es derzeit nach Angaben der Universität rund 300 Bewerber im Haupt- und Nebenfach, für die Katholische Theologie 400. Es könnten noch mehr werden, denn die Bewerbungsfrist in den zulassungsfreien Fächern dauert bis Ende August. Die Hoffnungen der beiden Gründungsdirektoren, Michael Borgolte für die Islamische und Johannes Helmrath für die Katholische Theologie, haben sich jedenfalls gleich mehrfach erfüllt. 

weiterlesen

Vegane Burger: Der Hype mit den Pflanzenpflanzerl

Bild Sojabohnenfeld: AnRo0002 / Public Domain

Ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und zur Gesundheit sollen die Fleischersatzprodukte von Beyond Meat, Impossible Meat, Aldi und Lidl sein

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Es war ein guter Start, als Beyond Meat, 2009 gegründet, an die Börse ging und seine Aktien für zum Ausgangspreise von 25 US-Dollar anbot. In kurzer Zeit legten die Wertpapiere des Herstellers von veganen Fleischersatz-Nahrungsmitteln oder Fake-Meat in Restaurants und Märkten um 600 das Achtfache zu. Auch der Umsatz stieg im zweiten Quartal des Jahres um 287 Prozent. Allerdings verdient das Unternehmen noch nichts und steigen die Verluste an.

Der Hype rührt daher, dass die Abkehr von Fleisch chic geworden ist, auch wenn Aussehen und Geschmack paradoxerweise an Fleischprodukte erinnern sollen. Man will wie gewohnt essen, aber gesünder und für die Umwelt sowie das Klima besser. Mag Beyond Meat in den USA noch irgendwie als Start-up alternativ erscheinen, ist der deutsche Exklusivvertreter der Hähnchen-Konzern PHW, bekannt etwa durch die Marke Wiesenhof.

Weil der Run auf die Burger von Beyond Meat aus Mungbohnen, Erbsen, Reis, Kokosöl und Kartoffelstärke, die Lidl zweimal angeboten hatte, die aber schnell ausverkauft waren, die enttäuschten Kunden ärgerlich machte, brachte der Discounter nun mit dem „Next Level Burger“ sein eigenes Pflanzenpflanzerl auf den Markt. Weitgehend kopiert von Beyond Meat, der noch Schwierigkeiten hat, den Bedarf im amerikanischen Markt abzudecken.

Ausgerechnet Soja

Sind die Beyond-Burger oder anderen Produkte auch noch glutenfrei, enthalten keine genveränderten Organismen und verzichten auf Soja, so sind die „proteinreichen“ veganen Burger Patties von Lidl, zwei Stück für 2,99 Euro, nicht glutenfrei und enthalten Soja, ebenso die Wonder Burger des Konkurrenten Aldi. Weder Aldi noch Lidl dürften in Deutschland aber den Hype entfachen, der Beyond Meat bislang dort geholfen hat. Angeblich will auch einer der größter Produzenten von Fleischprodukten Europas, Danish Pork, in einem Werk in Deutschland keine Schweine mehr schlachten, sondern stattdessen pflanzlichen Fleischersatz herstellen.

weiterlesen

Missing Link: Adorno und der neue Rechtsradikalismus

Aufmarsch von Rechtsradikalen in Polen (Bild: Shutterstock)

Theodor W. Adornos Vortrag über die NPD von 1967 bietet erstaunlich aktuelle Erklärungen des Erfolgs heutiger rechter Gruppen wie der AfD und ihrer Propaganda.

Von Detlef Borchers | heise online

Vor 50 Jahren starb der Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno in den Schweizer Bergen. Zu seinem Todestag hat sein Verlag ein Büchlein unter dem Titel „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ veröffentlicht. Es ist das Transkript einer Rede, die Adorno am 6. April 1967 in Österreich gehalten hat. Sie ist in der österreichischen Mediathek verfügbar und ganz bemerkenswert. In seinem Vortrag vor dem Verband Sozialistischer Studenten Österreichs erklärte Adorno den kometenhaften Aufstieg der rechtsradikalen NPD, die 1964 gegründet worden war und Zug um Zug in die Parlamente westdeutscher Bundesländer einziehen konnte. Den Einzug in den Bundestag schaffte sie jedoch nicht – im Unterschied zur heutigen AfD, auf die der Text von 1967 jetzt umgedeutet wird.

Zahlreiche Besprechungen rühmen nun zur Veröffentlichung des Textes die „Kraft der Vernunft“ und die bestürzende Aktualität des Vortrages angesichts einer AfD, die wortwörtlich wie die NPD vor über 50 Jahren gegen die „Kulturmarxisten“ vom Leder zieht. Auch Adornos Charakterisierung des manipulativen Charakters der damaligen Parteiführer, „die gleichzeitig kalt, beziehungslos, strikt technologisch gesonnen, aber ja in gewissem Sinn eben doch irre sind“, weist Parallelen zur heutigen Zeit mit den Auftritten des „rechten Flügels“ unter Björn Höcke auf. Das erklärt, warum das Büchlein jetzt ein Bestseller wird und in die fünfte Auflage geht. Taugt „Teddy“ Adorno als Erklärbär für die neuesten neuen Rechtsradikalen?

weiterlesen

Planetenleichen als Ausblick auf das Schicksal der Erde

Rote Riesen sind ein relativ kurzes, aber umso auffälligeres Stadium im Leben eines Sterns. Dieser hier mit der schwer von der Zunge gehenden Bezeichnung π1 Gruis ist etwa 530 Lichtjahre von uns entfernt und nähert sich dem Ende seiner aktuellen Existenzform. Foto: APA/AFP/European Southern Observatory

Wenn sie schon längst kein Leben mehr tragen kann, wird die Erde zerstört werden – Forscher suchen nun nach vergleichbaren Fällen im All

DERSTANDARD

Werfen wir einen Blick auf die unvermeidliche Zukunft von Sonne und Erde: In je nach Berechnung fünf bis sieben Milliarden Jahren hat die Sonne den Wasserstoff in ihrem Kern aufgebraucht und tritt in eine neue Phase ihrer Existenz ein. Sie bläht sich zu einem Roten Riesen auf, dessen Oberfläche dann zwischen den heutigen Bahnen von Venus und Erde liegen wird.

Merkur und Venus werden dabei von der Sonne verschlungen werden – bei der Erde wiederum waren sich Wissenschafter lange Zeit nicht einig, ob sie der Zerstörung vielleicht noch knapp entgehen könnte. In jüngster Zeit wurde aber die Ansicht gestärkt, dass auch die Erde dabei zerstört werden wird.

weiterlesen

Premierminister Boris Johnson will 10 000 neue Gefängnisplätze schaffen

Der britische Premierminister Boris Johnson will 10 000 neue Gefängnisplätze schaffen und 20 000 Polizisten neu rekurtieren. (Bild: Hannah McKay / Reuters)

In seiner Zeitungskolumne hat der britische Premierminister Boris Johnson die Schaffung von 10 000 neuen Gefängnisplätzen versprochen. Darüber hinaus will er 20 000 Polizisten neu rekrutieren.

Neue Zürcher Zeitung

Der neue britische Premierminister Boris Johnson will 10 000 neue Gefängnisplätze schaffen. Grossbritanniens Finanzminister Sajid Javid habe sich einverstanden erklärt, dafür umgerechnet rund drei Milliarden Franken bereitzustellen.

Dies schrieb der konservative Regierungschef in seiner Zeitungskolumne in «Mail on Sunday». Zudem wolle er die Rechte der Polizei bei Kontrollen auf Verdacht stärken. Dies sei notwendig, um die Kriminalität zu bekämpfen. «Ich möchte, dass Kriminelle Angst haben und nicht die Bevölkerung», schrieb Johnson weiter. Deshalb wolle seine Regierung obendrein als eine der ersten Massnahmen 20 000 Polizisten neu rekrutieren.

Johnson forderte auch schärfere Strafen gegen Gewalttaten und Vergewaltigungen sowie gegen das Tragen von Messern.

Als der „Lehrerinnenzölibat“ abgeschafft wurde – zumindest formell

Eine Frau, die heiratet, darf nicht mehr als Lehrerin arbeiten – dieser Grundsatz galt in Deutschland seit 1880. Erst die Weimarer Reichsverfassung hob diese Regelung auf. Doch bis zur kompletten Umsetzung dauerte es noch ein paar Jahre.

Von Sabine Kleyboldt | katholisch.de

„Die Lehrerin (…) soll sich mit ganzer Kraft ihrem Beruf widmen. Sie soll ausscheiden aus dem Beruf, wenn sie erkennt, dass sie in die Ehe eintreten und einen anderen hochwertigen Beruf ergreifen soll“, so die Vorsitzende des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen, Maria Johanna Schmitz (1875-1962). Sogar vor der Weimarer Nationalversammlung kämpfte die Zentrums-Politikerin für die Ehelosigkeit weiblicher Lehrkräfte. Dennoch wurde der „Lehrerinnenzölibat“ vor 100 Jahren, am 11. August 1919, durch die Weimarer Verfassung abgeschafft. Es dauerte allerdings über 30 Jahre, bis Frauen tatsächlich entscheiden konnten, ob sie bei Heirat den Schuldienst quittieren oder nicht.

1880 wurde im Kaiserreich per Gesetz eingeführt, dass Beamtinnen bei Heirat den Beruf aufgeben mussten. Dieser Umstand setzte sich schnell im Volksmund als „Beamtinnenzölibat“ durch. Als größte Gruppe waren die Lehrerinnen besonders betroffen, so dass meist vom „Lehrerinnenzölibat“ gesprochen wurde, erläutert die Historikerin Sabine Liebig.

weiterlesen

Nach Datenmanipulation: Novartis schwächt Vertrauen in Forschung

Novartis habe die Datenmanipulation an die Behörden klar zu spät gemeldet, sagt Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle. (Bild: Georgios Kefalas/Keystone)

Der Pharmakonzern hätte die Datenmanipulation bei der Erforschung einer Gentherapie sofort melden müssen, kritisiert die renommierte Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle.

Andreas Möckli | Luzerner Zeitung

Novartis muss von allen Seiten Kritik einstecken. Am Dienstag wurde bekannt, dass der Pharmakonzern bei der Erforschung seiner neuen, teuren Gentherapie namens Zolgensma Daten manipuliert hat. Publik machte dies die US-Zulassungsbehörde FDA, die Novartis mit zivil- und strafrechtlichen Sanktionen drohte. Für grosses Erstaunen sorgt ein zweiter Punkt: Novartis wusste bereits Mitte März von der Datenmanipulation, liess sich aber ganze dreieinhalb Monate Zeit, die FDA zu informieren.

Nun melden sich Fachleute zum Fall zu Wort. Grundsätzlich bringe die Gesellschaft der medizinischen Forschung ein hohes Vertrauen entgegen, sagt Ruth Baumann-Hölzle, Leiterin des Instituts Dialog Ethik mit Sitz in Zürich. Dazu sei der Wille der Forscher und gerade auch der Pharmaindustrie enorm wichtig, sich moralisch korrekt zu verhalten. «Wenn diese Voraussetzung nicht mehr gegeben ist, wird das Vertrauen der Gesellschaft in die medizinische Forschung in eine tiefgreifende Krise gestürzt.» Novartis habe dieser Sache mit dem aktuellen Fall keinen Gefallen getan.

weiterlesen

Patent auf Jahrtausende altes Mehl: „Eine Rie­se­n­un­ge­rech­tig­keit“

© JenkoAtaman – stock.adobe.com

Ein Konzern hat sich ein Mehl, das in Afrika seit Jahrtausenden genutzt wird, in Europa als Patent schützen lassen. Eine Ungerechtigkeit, findet Patentrechtler Anton Horn. Deshalb hat er im eigenen Namen Nichtigkeitsklage erhoben.

Interview von Dr. Anja Hall | Legal Tribune Online

Die Gräserart Teff ist bei uns so gut wie unbekannt, aber vor allem in Äthiopien und Eritrea wird sie seit mehr als 5.000 Jahren angebaut. Ihr Mehl gilt dort als Grundnahrungsmittel. Das Besondere: Teff-Mehl ist glutenfrei und reich an Proteinen, Vitaminen sowie Mineralien – damit ist es auch interessant für Menschen mit Glutenunverträglichkeit in Europa.

Allerdings hat ein niederländischer Konzern sich das Teff-Mehl in Europa patentieren lassen (EP 1 646 287). Es kann also nicht ohne Weiteres aus Äthiopien nach Europa exportiert oder hierzulande hergestellt werden. In Äthiopien wird das als große Ungerechtigkeit empfunden – und auch Patentrechtler sehen das Patent sehr skeptisch.

Dr. Anton Horn, der das Patentteam bei der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Düsseldorf leitet, hat in eigenem Namen Nichtigkeitsklage gegen den deutschen Teil des Teff-Patents erhoben – mit Erfolg: Auf seine Klage beim deutschen Bundespatentamt hin hat der Inhaber auf den Patentschutz in Deutschland verzichtet. Es gibt jetzt in Deutschland kein Teff-Patent mehr.

LTO: Herr Dr. Horn, warum haben Sie Nichtigkeitsklage gegen das Teff-Patent erhoben?

Dr. Anton Horn: Ein Studienfreund von mir stammt aus Äthiopien, und er erzählte mir vor rund eineinhalb Jahren von diesem Patent. Ich halte das für eine Riesenungerechtigkeit! Das ist so, als würde man heute in den USA „Bier, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot“ unter Patentschutz stellen. Damit würde es deutschen Brauereien unmöglich gemacht, ihre Biere dort zu verkaufen.

weiterlesen

Trump und Ebola: Wenn „America first“ Leben bedroht

An den Grenzen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und den Nachbarstaat, etwa Ruanda und Uganda, wird die Temperatur der Reisenden gemessen. Sind die Grenzen zu, geht das nicht mehr.
Foto: AP / Ronald Kabuubi

Die Ausbreitung könnte auch sein Beispielfall dafür werden, wie nationalistisches Denken in Katastrophen führen kann

Manuel Escher | DERSTANDARD

Es war der erste Dominostein, und nur mit Mühe konnte die Weltgesundheitsorganisation WHO das Fallen weiterer verhindern. Anfang August, ein Jahr nach dem Ausbruch der weltweit bisher zweitschlimmsten Ebola-Epidemie, kündigte der ostafrikanische Staat Ruanda an, seine Grenze zur Demokratischen Republik Kongo zu schließen. Ziel sei, die Einschleppung des Virus in das eigene Land zu verhindern.

Binnen weniger Stunden begann jene Kettenreaktion, vor der die WHO seit Monaten gewarnt hatte: Preise für Obst und Gemüse auf beiden Seiten der Grenze stiegen, Reisende und Händler begannen abseits offizieller Übergänge vom einen ins andere Land zu migrieren, sodass sie von medizinischem Personal nicht mehr überprüft werden konnten. Helfer aus anderen afrikanischen Staaten überlegten ihre Abreise, um nicht am Ende an der Rückkehr in die Heimat gehindert zu werden.

weiterlesen

Tegel: Antisemitisch beleidigt und vom Flug ausgeschlossen

Flughafen Tegel (Symbolbild).Foto: imago/Schöning

Ein 50-Jähriger wollte von Berlin nach Menorca fliegen. Weil er ein zu großes Gepäckstück hatte, kam es zum Streit mit einer Mitarbeiterin. Die antisemitischen Angriffe nehmen zu.

Von Laura Hofmann | DER TAGESSPIEGEL

Am Flughafen Tegel ist es am Sonnabend zu einem antisemitischen Übergriff gekommen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, beschimpfte eine Mitarbeiterin der Abfertigung einen Fluggast auf englischer und arabischer Sprache antisemitisch.

Der Streit, in dessen Verlauf die Attacke erfolgt sein soll, entfachte sich nach bisherigen Ermittlungen gegen 8.40 Uhr am Samstagmorgen am Check-In-Schalter am Flughafen wegen eines zu großen Gepäckstückes.

Der Fluggast, ein 50-jähriger Spanier, der in Berlin lebt und nach Menorca fliegen wollte, trug eine Halskette mit einem Davidstern. Die Frau schloss den Mann letztlich vom Flug aus. Er erstattete Anzeige, die von Einsatzkräften der Bundespolizei vor Ort aufgenommen wurde. Der Staatsschutz ermittelt.

weiterlesen

Australischer Ausfuhrstopp für Plastikmüll ist Vorbild für EU

Nach der Ankündigung der australischen Regierung, die Ausfuhr von Plastikmüll zu stoppen, sieht Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die Europäische Union am Zug.

evangelisch.de

„Die Australier machen es uns vor und wollen zukünftig Abfälle aus Plastik, Papier und Glas nicht mehr exportieren“, erklärte Müller am Samstag in Berlin. Daran solle sich die Europäische Union ein Beispiel nehmen und einen vergleichbaren Exportstopp erlassen. „Jede Wohlstandsgesellschaft ist schließlich für ihren eigenen Müll selbst verantwortlich, die Entwicklungsländer dürfen nicht länger die Abfallhalde Europas sein.“

Müller sprach sich dafür aus, dass Deutschland im kommenden Jahr seine EU-Ratspräsidentschaft Jahr nutzen solle, um ein Verbot von Plastikmüllexporten aus der EU nach Afrika und Asien durchzusetzen.

weiterlesen

Chinas Verteidigungsstrategie ist gegen die USA ausgerichtet

Bild: TP

USA wollen nach Beendigung des INF-Abkommens Mittelstreckenraketen im pazifischen Raum gegen China aufstellen

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Kaum hat die US-Regierung den angekündigten Ausstieg aus dem INF-Abkommen verkündet, erklärte US-Verteidigungsminister Mark Esper schon, dass die USA nun so schnell als möglich, jedenfalls innerhalb von Monaten Mittelstreckenraketen in der pazifischen Region aufstellen werden. Zudem machte er deutlich, dass das Pentagon bereits neue Mittelstreckenraketen vor dem Auslaufen des INF-Abkommens entwickelt hat, um innerhalb von 18 Monaten solche Raketen zur Verfügung zu haben.

Diplomatisch war das nicht, denn es macht klar, dass Washington nicht wegen des russischen Marschflugkörpers 9M729, der angeblich wegen seiner Reichweite das INF-Abkommen verletzt, was Russland bestreitet, aus dem Vertrag ausgestiegen ist (Das Ende des INF-Vertrags und das neue Wettrüsten), sondern aus dem Interesse, gegen China weiter aufzurüsten. Peking sollte darüber nicht überrascht sein, meinte Esper.

Dahinter steht zudem der Wunsch des US-Präsidenten mit seinem Stab, allen voran seinen Sicherheitsberater John Bolton, durch keine internationalen Verträge gebunden zu sein und die Vereinten Nationen möglichst weitgehend auszuhebeln. Esper deutete auch an, dass die USA wahrscheinlich auch das Start-Abkommen, das 2021 endet und die einzige Begrenzung des Atomwaffenarsenals beider Länder ist, nicht verlängern wollen. John Bolton hat schon erklärt, dass das New START-Abkommen von Anfang an mit Fehlern behaftet gewesen sei. Man müsse sich auf Besseres konzentrieren.

weiterlesen

NRW-Europaminister verurteilt Salvinis Tweet über Muttergottes: Salvini benutzt Muttergottes

Stephan Holthoff-Pförtner (CDU), Minister für Europaangelegenheiten, spricht im NRW-Parlament. © Roland Weihrauch (dpa)

Salvini rechtfertigte sein Gesetz für härtere Strafen für Seenotretter mit der Muttergottes. Der Europaminister in NRW kritiert dies scharf. Auch die Heilige Familie hat in einem fremden Land zuflucht gefunden.

DOMRADIO.DE

Der nordrhein-westfälische Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hat die Bezugnahme des italienischen Innenministers Matteo Salvini auf die Muttergottes in einem Tweet über härtere Strafen für Seenotretter scharf kritisiert. „Als gläubigen Christen beschämt mich der Dank an die Muttergottes für die Durchsetzung seines Sicherheitsdekrets und der Kriminalisierung der Seenotrettung zutiefst“, sagte Holthoff-Pförtner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Salvini hatte auf Twitter sein neues Gesetz gelobt, das härtere Strafen für Seenotretter vorsieht, und geschrieben, die Muttergottes habe das Gesetz möglich gemacht.

Auch Heilige Familie fand Zuflucht

Holthoff-Pförtner sagte, auch die Heilige Familie habe in Ägypten Zuflucht vor der Verfolgung durch König Herodes gefunden. „Die Politik des italienischen Innenministers steht im klaren Widerspruch zum zentralen Gebot unseres Glaubens, der Nächstenliebe“, betonte der Europaminister. „Wir dürfen Humanität nicht dem Populismus opfern.“

weiterlesen

Schlaf-Apnoe: Wem hilft die Unterkieferschiene?

Was hilft gegen die Schlaf-Apnoe? Forscher haben nun eines der gängigen Hilfsmittel getestet. © monkeybusiness/ iStock

Hilfe gegen nächtliche Atemaussetzer: Mehr als die Hälfte aller Patienten mit Schlaf-Apnoe könnten von einer Unterkieferschiene profitieren – und bräuchten nicht unbedingt eine nächtliche Atemmaske, wie eine Studie nahelegt. In ihr haben Forscher untersucht, bei wem das mechanische Hilfsmittel gegen die Blockade der Atemwege hilft. Demnach profitieren vor allem Patienten mit einem schwachen Rachen- und Aufwachreflex sowie einem mittelstarken Zusammenfallen der Atemwege.

scinexx

Rund drei Prozent der Frauen und bis zu sieben Prozent der Männer leiden unter einer Schlaf-Apnoe: Sie schnarchen stark und erleben dabei immer wieder Atemaussetzer. Ursache ist meist eine Blockade der Atemwege durch die im Schlaf übermäßig erschlafften Muskeln der oberen Atemwege. Als Folge durchlebt der Körper immer wieder kurzzeitige Erstickungsanfälle, die das Herz-Kreislaufsystem belasten und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall stark erhöhen. Besonders häufig betroffen sind Menschen mit Übergewicht.

weiterlesen

Brief aus dem Knast: Erzapostel Pell übt Kritik an Amazonas-Synode

Aktuell wartet Kardinal George Pell auf die Entscheidung in seinem Berufungsverfahren. Nun hat er sich angeblich mit einem Brief aus dem Gefängnis gemeldet – und die Amazonas-Synode kritisiert. Sollte das Schreiben echt sein, drohen ihm Konsequenzen.

katholisch.de

Der wegen Kindesmissbrauchs verurteilte Kardinal George Pell hat sich offenbar mit einem Brief aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. Darin bezeichnet er die Vorbereitungen auf die Amazonas-Synode als „verstörend“, berichtete die „Catholic News Agency“ (CNA) am Freitag. Das Arbeitspapier, das sogenannte Instrumentum laboris, sei „nicht das erste Dokument von schlechter Qualität, das das Synodensekretariat erstellt hat“, heißt es in dem Schreiben. Der Brief, von dem seit Freitag Aufnahmen in den sozialen Netzwerken kursieren, ist auf den 1. August datiert, seine Absendeadresse ist das „Melbourne Assessment Prison“. Laut CNA haben Personen aus Pells Umfeld seine Authentizität bestätigt.

weiterlesen