NRW-Europaminister verurteilt Salvinis Tweet über Muttergottes: Salvini benutzt Muttergottes


Stephan Holthoff-Pförtner (CDU), Minister für Europaangelegenheiten, spricht im NRW-Parlament. © Roland Weihrauch (dpa)

Salvini rechtfertigte sein Gesetz für härtere Strafen für Seenotretter mit der Muttergottes. Der Europaminister in NRW kritiert dies scharf. Auch die Heilige Familie hat in einem fremden Land zuflucht gefunden.

DOMRADIO.DE

Der nordrhein-westfälische Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hat die Bezugnahme des italienischen Innenministers Matteo Salvini auf die Muttergottes in einem Tweet über härtere Strafen für Seenotretter scharf kritisiert. „Als gläubigen Christen beschämt mich der Dank an die Muttergottes für die Durchsetzung seines Sicherheitsdekrets und der Kriminalisierung der Seenotrettung zutiefst“, sagte Holthoff-Pförtner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Salvini hatte auf Twitter sein neues Gesetz gelobt, das härtere Strafen für Seenotretter vorsieht, und geschrieben, die Muttergottes habe das Gesetz möglich gemacht.

Auch Heilige Familie fand Zuflucht

Holthoff-Pförtner sagte, auch die Heilige Familie habe in Ägypten Zuflucht vor der Verfolgung durch König Herodes gefunden. „Die Politik des italienischen Innenministers steht im klaren Widerspruch zum zentralen Gebot unseres Glaubens, der Nächstenliebe“, betonte der Europaminister. „Wir dürfen Humanität nicht dem Populismus opfern.“

weiterlesen