Staatsleistungen an Kirchen: Linke fordert Ablösung

Bild: tilly

Seit 100 Jahren fordert die Verfassung in Deutschland eine Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen. Die Linken haben nun erneut ein Ende der Zahlungen gefordert – und unter anderem eine mögliche Enteignung ins Spiel gebracht.

katholisch.de

Zum 100. Jahrestag der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung hat die Linksfraktion im Deutschen Bundestag erneut die Ablösung der Staatsleistungen an die beiden großen Kirchen in Deutschland gefordert. Die Bundesregierung müsse endlich „konkrete Schritte zur Umsetzung des Verfassungsauftrags“ der Ablösung einleiten, erklärte die religionspolitische Sprecherin der Fraktion, Christine Buchholz, am Sonntag in Berlin.

Die Politikerin bezeichnete die am 11. August 1919 in Weimar beschlossene Verfassung als wichtigen Schritt hin zur Trennung von Staat und Kirche. Unter anderem verpflichte die Verfassung den Staat dazu, die jährlichen Staatsleistungen durch einen Schlussvertrag zu beenden. „In 100 Jahren hat es kein deutsches Parlament geschafft, diesen Verfassungsauftrag einzulösen“, kritisierte Buchholz.

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Ist Dunkle Materie älter als der Kosmos?

Wenn die Dunkle Materie durch ein Skalarfeld entstand, könnte sie beim Urknall noch vor dem Ende der kosmischen Inflation entstanden sein. © titoOnz/ iStock

Kühne Theorie: Die rätselhafte Dunkle Materie könnte älter sein als das Universum selbst. Denn einem neuen Modell zufolge entstanden die Teilchen der Dunklen Materie schon während der kosmischen Inflation – und damit nach einigen Definitionen sogar vor dem eigentlichen Urknall. Möglich wird dies, wenn man von Skalarteilchen ähnlich dem Higgs-Boson als den Bausteinen der Dunklen Materie ausgeht. Eine entsprechende Gleichung haben nun Forscher formuliert.

scinexx

Die Dunkle Materie ist eines der größten Rätsel der Kosmologie. Denn obwohl sie in der Milchstraße und allen anderen Galaxien, als intergalaktischer Strom und sogar in unserem Sonnensystem vorkommt, ist ihre wahre Natur unbekannt. Trotz intensiver Suche haben Forscher bisher kein Elementarteilchen nachweisen können, das diese exotische Materieform hervorbringen könnte. Von Kandidaten wie WIMPs, SIMPs oder Axionen fehlt bislang jede Spur.

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Gewalt bei Abschiebeflügen nimmt zu

Menschen, die Deutschland verlassen müssen, reisen meist per Flugzeug aus, wie hier bei einem Abschiebeflug nach Afghanistan Ende Juli. (Foto: Michael Kappeler/dpa)
  • Die Fälle, in denen Bundespolizisten bei Abschiebungen Flüchtlinge fesseln, steigt; die Bundesregierung begründet dies damit, dass Ausreisepflichtige häufiger Widerstand leisteten.
  • Mit 11 496 blieb die Zahl der abgeschobenen Menschen in diesem Jahr etwa auf Vorjahresniveau.

Von Jan Bielicki | Süddeutsche Zeitung

Die Bundespolizei setzt bei Abschiebungen immer häufiger Fesseln und andere sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt ein. Allein im ersten Halbjahr benutzten Polizisten 1289 Mal Fuß- oder Handfesseln, Festhaltegurte oder Klettbänder, wenn sie ausreisepflichtige Menschen – meist per Flugzeug – aus dem Land schafften. Das war öfter als im gesamten Jahr 2018 und mehr als zehn Mal so oft wie im Gesamtjahr 2015. Mit dieser Zahl beantwortete das Bundesinnenministerium eine Frage der linken Bundestagsabgeordneten Ursula Jelpke, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

Vor allem Algerier und Marokkaner, Nigerier und Gambier wurden demnach bei Abschiebungen und Überführungen ins Ausland gefesselt. Der vermehrte Einsatz solcher – gesetzlich definierter – Hilfsmittel der körperlichen Gewalt sei „unter anderem darauf zurückzuführen, dass mehr Personen im Rückführungsverfahren Widerstandshandlungen vornehmen“, begründet das die Bundesregierung in ihrer Antwort.

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Nazi-Verbrechen in der Toskana: Das ungesühnte Massaker von Sant’Anna

Gedenkstätte für das Massaker in Sant’Anna di Stazzema von 1944 | Bildquelle: picture alliance / ROI

Am 12. August 1944 überfielen Soldaten der Waffen-SS das toskanische Bergdorf Sant’Anna di Stazzema. Sie ermordeten Kinder, Frauen und alte Menschen. 75 Jahre später steht fest: Das Verbrechen wird ungesühnt bleiben.

Von Klaus Hempel | tagesschau.de

Soldaten der 16. SS-Panzergrenadierdivision fallen am frühen Morgen des 12. August 1944 in das toskanische Bergdorf Sant‘Anna di Stazzemaein. Sie sind auf der Suche nach Partisanen. Die Männer des Dorfes flüchten, weil sie befürchten, als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt zu werden. Ihren Frauen, Kindern und Eltern versichern sie, dass die Deutschen ihnen nichts tun würden.

Erschießung vor der Kirche

Doch die Männer der Waffen-SS kennen keine Gnade. Drei Stunden dauert das Massaker, am Ende sind Schätzungen zufolge 560 Menschen tot: Alte, Frauen, Kinder. Die meisten von ihnen werden auf dem Kirchplatz zusammengetrieben und dort erschossen. Nur wenige überleben.

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Something Just Smacked Jupiter and Here’s the Photo to Prove It

An image of Jupiter appears to capture the flash of an asteroid striking the gas giant on Aug. 7, 2019. (Image credit: Ethan Chappel/CC BY)

A photograph captured by amateur astronomer Ethan Chappel appears to show an asteroid slamming into the gas giant Jupiter on Wednesday (Aug. 7). So far, astronomers are still waiting to see whether anyone else spotted the sudden flash, which was located over the planet’s South Equatorial Belt.

By Meghan Bartels | SPACE.com

„Today has felt completely unreal to me,“ Chappel wrote on Twitter. „Hoping someone else also recorded the impact to seal the deal.“ Chappel and fellow astrophotographer George Chappel post amazing views of the night sky at their website Chappel Astro.

There’s plenty of precedent for such impacts at Jupiter: The planet’s massive gravity tugs asteroids and other space debris toward itself. One group of astronomers has estimated an object 16.5 feet to 65 feet (5 to 20 meters) across slams into the planet between one and five times a month.

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Apostelrentner Burke: Keine Kommunion für US-Demokrat Joe Biden

Raymond Leo Burke (2014). Bild: wikipedia.org/Pufui Pc Pifpef I CC BY-SA 3.0

Der bekannte US-Kardinal Raymond Burke hat in einem Interview klar gestellt, dass katholische Politiker wie US-Demokrat Joe Biden von den Demokraten, die klar für Abtreibung eintreten, keine Hl. Eucharistie empfangen dürfen

kath.net

Der bekannte US-Kardinal Raymond Burke hat in einem Interview mit dem US-Fernsehsender FOXNEWS klar gestellt, dass katholische Politiker wie Joe Biden von den Demokraten, die klar für Abtreibung eintreten, keine Hl. Eucharistie empfangen dürfen. „Das ist keine Strafe, das ist ein Dienst an diesen Menschen, damit ihnen gesagt wird: ‚Komm mir nicht nahe!‘,denn wenn diese der Eucharistie nahe kommen, begehen sie ein Sakrilege.“ – Kritisch hat sich Burke auch zu Kamala Harris, einer weiteren US-Demokratin, die US-Präsidentin werden möchte, geäußert. Harris hatte vor einigen Monaten Richterkandidaten, die Mitglied beim wichtige katholischen Laienorden „Knights of Columbus“ sind, attackiert. „Das ist völlig inakzeptabel. Das ist keine Person, die ich als Führerin unserer Nation haben möchte.“

Hessen: Islam-Unterricht ohne Religionsgemeinschaft

Hessen @ MiG

Hessens Kultusminister Lorz lässt die Zusammenarbeit mit der islamischen Religionsgemeinschaft Ditib prüfen. Mit oder ohne Ditib will er am Islam-Unterricht festhalten. Experten kritisieren das Vorhaben.

MiGAZIN

Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) will unabhängig von einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem türkischen Ditib-Verband auf jeden Fall weiter Islam-Unterricht an hessischen Schulen anbieten. Im Gespräch mit dem „Evangelischen Pressedienst“ sagte Lorz in Wiesbaden, er wolle „Schüler muslimischen Glaubens nicht ohne Angebot lassen“. Dass die Entscheidung über eine weitere Kooperation mit Ditib erst bis zum Jahresende fällt, begründete er mit der notwendigen sorgfältigen Prüfung um sicherzustellen, dass sie auch einer gerichtlichen Überprüfung standhalte.

Es handele sich ja „um eine komplexe juristische Fragestellung“. Der bekenntnisorientierte Religionsunterricht mit Ditib als Partner werde schon seit dem Schuljahr 2013/14 angeboten. „Da braucht man schon gewichtige Gründe um zu sagen: Das beenden wir jetzt“, fügte Lorz hinzu. Das Land wolle in einem etwaigen Gerichtsverfahren nicht unterliegen. Deshalb müsse eine Entscheidung, gleich wie sie ausfällt, so gut wie möglich abgesichert sein. Das Kultusministerium hatte Zweifel an der erforderlichen Unabhängigkeit der Ditib vom türkischen Staat geäußert und weitere Unterlagen von der türkisch-islamischen Union angefordert.

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Geheimabkommen Frankreichs mit Terroristen enthüllt

Rettungskräfte bergen die Verletzten nach dem Anschlag auf das jüdische Restaurant «Jo Goldenberg» in Paris am 9. August 1982. (Bild: Aulnay/AP)

Der frühere Chef des französischen Inlandgeheimdienstes hat nach einem Attentat im jüdischen Viertel von Paris im August 1982 mit den palästinensischen Verantwortlichen des Anschlags eine Art Nichtangriffspakt ausgehandelt habe. Die Angehörigen der Opfer sind empört.

Rudolf Balme | Neue Zürcher Zeitung

Am 9. August gedachten die Angehörigen, Freunde und ehemaligen Nachbarn in der Pariser Rue des Rosiers der Opfer eines Terroranschlags, bei dem vor 37 Jahren 6 Menschen getötet und 22 verletzt worden waren. In ihre Trauer mischte sich in diesem Jahr die Empörung und das Gefühl, dass sie von höchsten Stellen des Staates hintergangen und manipuliert wurden. Schlimm genug war für sie schon, dass trotz weiterhin andauernden Ermittlungen und Fahndungen gegen mehrere identifizierte Beteiligte die französische Justiz bisher keinen Täter zur Rechenschaft ziehen konnte. Ausgerechnet zum Gedenktag wurde nun aber auf der Grundlage von Recherchen der Zeitung «Le Parisien» bekannt, dass die für die innere Sicherheit zuständige Direction de la surveillance du territoire (DST), heute in DGSI umbenannt, kurz nach dem Attentat im traditionell jüdischen Viertel von Paris mit der dissidenten Palästinenserorganisation von Abu Nidal ein geheimes Abkommen ausgehandelt hatte. Der damalige DST-Chef Yves Bonnet soll dies laut der Zeitung im vergangenen Januar bei einer Einvernahme vor einem Richter bestätigt und verteidigt haben.

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Amri-Ausschuss: Kapitulation vor dem Verfassungsschutz?

Grafik: TP

Im Abgeordnetenhaus von Berlin verweigert die Vizechefin des Amtes mehr Antworten, als sie gibt – und im Bundestag sitzt ein Vertreter des Justizministeriums im Ausschuss, obwohl er eigentlich ein Zeuge ist

Thomas Moser | TELEPOLIS

„Wir haben heute unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.“ So das Fazit des Vertreters der Linkspartei im Abgeordnetenhaus von Berlin. Schauplatz: der Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz. Ein anwesendes Opfer des Anschlages drehte die Schraube allerdings noch weiter und sagte: „Das war eine Kapitulation des Untersuchungsausschusses gegenüber dem Verfassungsschutz.“

Den Grund für diese Bewertungen lieferte die stellvertretende Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Katharina Fest, die am 9. August zur ersten Sitzung nach der Sommerpause als Zeugin geladen war.

Eine Erkenntnis nach zwei Jahren parlamentarischer Aufklärung steht fest: Der Sicherheitsapparat tut nichts, um die Hintergründe des Anschlages vom 19. Dezember 2016 mit zwölf Toten aufzuklären und seine Rolle transparent zu machen. Wie das konkret aussieht, konnte man nun am Beispiel des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) Berlin live studieren. Einen Großteil der Fragen wollte die Verantwortliche nicht oder nur in eingestufter Sitzung beantworten, sprich: unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Ein zweiter Zeuge, der im Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin tätig war, sollte von Anfang an und komplett nur nicht-öffentlich vernommen werden. Der Staatsschutz führt Informanten in der islamistischen Szene. Der Ausschuss wollte wissen, welche Erkenntnisse er über bestimmte Moscheen gewonnen hatte, wo sich der mutmaßliche Attentäter Anis Amri und seine Kontaktpersonen bewegten.

Katharina Fest, die LfV-Vize, erklärte zunächst, der Anschlag habe sie tief betroffen gemacht, die Stadt sei seither nicht mehr dieselbe, und sie wolle den Untersuchungsausschuss bei seiner Arbeit unterstützen.

Die grundsätzliche Frage, ob das Amt in der Causa Amri Fehler gemacht habe, beantwortete sie dann mit „Nein“. Die, ob die Aufarbeitung des Anschlags im LfV abgeschlossen sei, mit „Ja“. Und die, wie lange diese Aufarbeitung gedauert habe, mit „nicht lange“. Das war vom großen Bruder BfV bereits ganz ähnlich zu vernehmen.

Verdunkelungsspiel zwischen Abteilung Beschaffung und Abteilung Auswertung

Fest war als sogenannte „sachverständige Zeugin“ geladen. Eine Konstruktion, die es dem Ausschuss erleichtern sollte, sie zu befragen, die es tatsächlich aber ihr leichter machte, Antworten zu verweigern. Sie zog sich zum Beispiel immer wieder darauf zurück, dass sie doch nur Leiterin der Beschaffung sei. Die Abteilung Beschaffung führt unter anderem die V-Leute. Deren Informationen bekommt dann die Abteilung Auswertung. Auf sie verwies Fest immer wieder. Dass sie aber zugleich an der Spitze des gesamten Amtes steht und also auch die Tätigkeit der Auswerter zu verantworten hat, versuchte sie rhetorisch immer wieder zu vernebeln. Im O-Ton: „Das kann ich als Beschaffungsleiterin eigentlich nicht beantworten. Die Frage geht an den Bereich Auswertung.“

Konkret: Beispiel Verbotsverfahren des Trägervereins der Fussilet-Moschee in Berlin, in der Amri ein- und ausging. Kurz vor dem Anschlag war er noch dort gewesen. Der Innensenator blieb etwa ein Jahr lang tatenlos, ohne ein Verbot zu beantragen. Das geschah erst nach dem Anschlag. Geraten haben soll ihm das das LfV. Warum? Antwort Fest: Dafür sei sie nicht zuständig gewesen, sondern die Abteilung Auswertung.

Wie intensiv sei die Moschee beobachtet worden? Wieder der Verweis auf die Auswertungsabteilung. War ihr bekannt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in der Fussilet-Moschee eine Quelle hatte? Antwort: Dazu wolle sie in öffentlicher Sitzung nichts sagen.

Das LfV hatte von Ende September bis Anfang Oktober 2016 eine Überwachungskamera an der Fussilet-Moschee angebracht, weil dort ein Islamseminar geplant war, dessen Besucher dokumentiert werden sollten. Die Veranstaltung fand dann nicht statt. Ist Amri auf den Aufnahmen zu sehen? Antwort: Das sei Sache der Abteilung Auswertung, nicht der Abteilung Beschaffung gewesen. Ob und wie weit das Videomaterial tatsächlich ausgewertet wurde, wollte sie nur in nicht-öffentlicher Sitzung sagen.

War Amri eine Zielperson des LfV, die beobachtet und überwacht wurde? Die Antwort war widersprüchlich und zwiespältig. Zunächst sagte die LfV-Vizechefin, das wolle sie nur in „geschlossener Sitzung“ beantworten. Dann hielt ihr der Abgeordnete Benedikt Lux (Bündnisgrüne) entgegen, dass ihr ehemaliger Chef Bernd Palenda Anfang des Jahres 2017 im Abgeordnetenhaus erklärt habe, Amri sei keine Zielperson gewesen, und wollte wissen, ob sich das in der Folgezeit bestätigt habe. Nun nickte sie und bejahte, Amri sei nie Zielperson gewesen. Warum aber wollte sie die Frage zunächst in geschlossener Sitzung beantworten?

Wie war die Zusammenarbeit mit der Polizei? Antwort: Wenn eine überwachte Person Straftaten begehe, informiere der Verfassungsschutz die Polizei und die Staatsanwaltschaft. Und wenn es dann zu einem Ermittlungsverfahren komme, „sind wir draußen“.

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»Nicht Bakery Jattas Identität sollte in Frage gestellt werden, sondern ein europäisches Asyl- und Migrationssystem«

Heißt der HSV-Spieler Bakery Jatta in Wahrheit Bakery Daffeh und ist 23 statt 21 Jahre alt? Darüber wird seit einigen Tagen in den Medien gestritten. Der gambische Spieler ist zur Projektionsfläche von.…

Peter Nowak

.…Rechten geworden, die noch immer der garantiert biodeutschen Fußball-Nationalmannschaft nachtrauern. 

Bei jeder Welt- oder Europameisterschaft gibt es rechte Kampagne gegen Fußballspieler, die nicht in Deutschland geboren sind. Besonders die NPD hat sich mit solchen Kampagnen hervorgetan, einige NPD-Politiker wurden deswegen verurteilt. Aber auch der AfD-Politiker Gauland sorgte für Schlagzeilen wegen despektierlicher Äußerungen gegenüber einem Fußballspieler mit Migrationshintergrund. 

In diesen ethnisierenden Diskurs ist auch die Diskussion um Jatta alias Daffeh einzuordnen, wo sogar schon von einer möglichen Abschiebung die Rede ist. Schnell stellte sich heraus, dass Behauptungen der auch von der Bildzeitung gepushten Kampagne nicht stimmen. Dass Jatta vielleicht mehrere Namen trägt, ist in Gambia nicht unüblich, bestätigten Bekannte von ihm. Ein Asylantrag kann dem Mann gar nicht aberkannt werden, weil er gar keinen gestellt hat. 

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Forscher erschaffen künstliches Leben

Das Bakterium Caulobacter crescentus diente den Forschern als Modellorganismus. Es kommt auch im ­Zürichsee vor. Martin Öggerli/ Science Photo Library / Keystone 

In der Biologie vollzieht sich die nächste Revolution: Wissenschafter verändern das Erbgut nicht mehr nur, sondern bauen es von Grund auf neu. So erschaffen sie Organismen, die es in der Natur nicht gibt.

Juliette Irmer | NZZamSonntag

Dem Gentechnikpionier Craig Venter war 2010 gelungen, was zuvor nur in Science-Fiction-Romanen möglich schien: einen lebenden Organismus allein von Menschenhand zu erschaffen.

Die Forscher um Venter hatten die rund eine Million DNA-Bausteine des Bakteriums zunächst entschlüsselt, das Genom anschliessend aus einzelnen, synthetisch hergestellten DNA-Stücken wieder zusammengesetzt und es in eine Zelle eingeschleust, deren eigene DNA zuvor entfernt worden war. Die neu erschaffene Zelle «Syn1.0» lebte und teilte sich auch unter der Regie der nachgebauten DNA-Kopie.

Heute interessiert sich niemand mehr für den simplen Nachbau eines Bakterien-Genoms. Wissenschafter verändern oder erweitern inzwischen den genetischen Code, sie entfernen unnötige Gene und andere DNA-Abschnitte und versuchen auf diese Weise, Minimalgenome zu erschaffen. Also eine Zelle, die nur jene Gene enthält, die zum Überleben wirklich notwendig sind.

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Is Physical Law an Alien Intelligence?

Illustration by Tianhua Mao/NAUTILUS

Alien life could be so advanced it becomes indistinguishable from physics.

By Caleb Scharf | NAUTILUS

Perhaps Arthur C. Clarke was being uncharacteristically unambitious. He once pointed out that any sufficiently advanced technology is going to be indistinguishable from magic. If you dropped in on a bunch of Paleolithic farmers with your iPhone and a pair of sneakers, you’d undoubtedly seem pretty magical. But the contrast is only middling: The farmers would still recognize you as basically like them, and before long they’d be taking selfies. But what if life has moved so far on that it doesn’t just appear magical, but appears like physics?

After all, if the cosmos holds other life, and if some of that life has evolved beyond our own waypoints of complexity and technology, we should be considering some very extreme possibilities. Today’s futurists and believers in a machine “singularity” predict that life and its technological baggage might end up so beyond our ken that we wouldn’t even realize we were staring at it. That’s quite a claim, yet it would neatly explain why we have yet to see advanced intelligence in the cosmos around us, despite the sheer number of planets it could have arisen on—the so-called Fermi Paradox.

For example, if machines continue to grow exponentially in speed and sophistication, they will one day be able to decode the staggering complexity of the living world, from its atoms and molecules all the way up to entire planetary biomes. Presumably life doesn’t have to be made of atoms and molecules, but could be assembled from any set of building blocks with the requisite complexity. If so, a civilization could then transcribe itself and its entire physical realm into new forms. Indeed, perhaps our universe is one of the new forms into which some other civilization transcribed its world.

These possibilities might seem wholly untestable, because part of the conceit is that sufficiently advanced life will not just be unrecognizable as such, but will blend completely into the fabric of what we’ve thought of as nature. But viewed through the warped bottom of a beer glass, we can pick out a few cosmic phenomena that—at crazy as it sounds—might fit the requirements.

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Zwei Migranten-Boote in Süditalien gelandet

Libyen, Mittelmeer: Migranten in einem Schlauchboot, nachdem „Open Arms“ sie gerettet hat © Olmo Calvo (dpa)

An der süditalienischen Küste sind am Sonntag zwei kleinere Boote mit Migranten gelandet. Wie der Sender RaiNews berichtete, handelt es sich um ein Segelschiff mit 16 Menschen an Bord; die Familien mit Kindern stammen vor allem aus dem Iran und Irak. 

DOMRADIO.DE

Das Boot wurde demnach vor der apulischen Küste bei Tricase von der Finanzpolizei abgefangen und in den Hafen von Otranto geleitet. Zwei Männer an Bord seien wegen des Verdachts des Menschenhandels festgenommen worden.

Im zweiten Fall landete ein Fischerboot mit 13 Menschen vornehmlich aus Nordafrika auf der kleinen Insel Marettimo bei Trapani auf Sizilien. Dorfbewohner halfen den Menschen an Land. Unter Aufsicht örtlicher Carabinieri seien die elf Männer, eine Frau und ein Kind zunächst der Obhut einer Kirchengemeinde übergeben und von dort in ein Sammellager bei Trapani gebracht worden, hieß es.

Ausharren auf Booten

Die Schiffe „Ocean Viking“ und „Open Arms“ der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranee sowie Proactiva Open Arms mit jeweils rund 160 Menschen an Bord warten derzeit immer noch auf die Zuweisung eines sicheren Hafens.

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Ein Krieg ausser Kontrolle

Ein Anhänger der Separatisten feiert am Samstag die Eroberung einer Militärbasis in Aden. (Bild: Najeeb Almaboobi / EPA)

In Jemen liefern sich die Verbündeten der Emirate und Saudiarabiens in der südlichen Hauptstadt Aden schwere Gefechte. Sie führen Riads ursprüngliche Kriegsziele ad absurdum.

Christian Weisflog | Neue Zürcher Zeitung

Als Saudiarabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in Jemen in den Krieg zogen, hatten sie zwei klare Ziele: die mit Iran verbandelte Huthi-Miliz im Norden zu besiegen und das Land wieder gänzlich unter die Kontrolle der offiziellen Regierung von Präsident Abedrabbu Mansur Hadi zu bringen. Dass die saudisch-emiratische Koalition diese vor vier Jahren gesteckten Ziele nicht erreichen würde, zeichnete sich schon länger ab. Doch die Ereignisse der vergangenen Tage in der südlichen Hauptstadt Aden führen den einstigen Schlachtplan endgültig ad absurdum. Die Verbündeten der Emirati und der Saudi führen Krieg gegeneinander. Anstatt das Land zu einen, führte die Militärintervention zu neuen Fronten. Es droht nicht nur die Spaltung, sondern die förmliche Implosion des Landes.

Emirate am Pranger

Bereits seit Mittwoch lieferten sich die Separatisten des südlichen Übergangsrats (STC) in der Hafenstadt Aden und die Anhänger der Einheitsregierung schwere Gefechte. Am Samstag gewannen die Separatisten die Oberhand. «Wir haben den Maashik-Palast von den Präsidialgarden kampflos übernommen», verkündete einer ihrer Sprecher.

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Scanner „Jetson“ entwickelt: Pentagon will Menschen per Laser erkennen

Bild: tagesschau.de

Der Herzrhythmus eines Menschen ist so einzigartig wie sein Fingerabdruck. Das macht sich die US-Regierung zunutze. Ein neuer Laserscanner soll Verdächtige auch aus großer Entfernung identifizieren.

Von Arthur Landwehr | tagesschau.de

200 Meter entfernt steht ein Mensch. Ein Strahl aus Laserlicht in der Größe einer Euromünze wird auf ihn gerichtet. 30 Sekunden später weiß man, wer dieser Mensch ist. Genauso, als hätte man die Fingerabdrücke genommen, eine Gesichtserkennungssoftware arbeiten lassen oder die Augen gescannt.

Pentagon ließ Laserscanner entwickeln

Das ist keine Science Fiction, sondern genau die Funktion eines Laserscanners mit dem Namen „Jetson“, den das US-Verteidigungsministerium hat entwickeln lassen. Künftige Einsatzgebiete sind vielfältig. Aber Terrorismusbekämpfung steht ganz oben auf der Liste.

Genutzt werden könnte die Technik immer dann, wenn man einen Menschen zweifelsfrei identifizieren will und man zum Beispiel das Gesicht nicht sehen kann, weil es dunkel ist oder der Mensch eine Maske trägt. Oder eben weil er weit entfernt ist.

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Bayerns Ministerpräsident fordert europaweite Maut

Rund um die Maut gibt es zwischen Deutschland und Österreich seit Monaten einen Verkehrsstreit.
Foto: APA/DPA-ZENTRALBILD/JENS BÜTTNER

Söder will mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern und findet die „kleinen Systeme unfair“

DERSTANDARD

Im Verkehrsstreit mit Österreich hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine europäische Mautregelung gefordert. „Wenn man über Maut redet, dann braucht man irgendwann eine europäische Regelung. Diese kleinen Systeme sind unfair“, sagte Söder im Sommerinterview des Bayerischen Rundfunks (BR).

Es sei ärgerlich, dass in Österreich Pkw-Maut gezahlt werden müsse, Deutschland diese aber nicht erheben dürfe, weil der Transitverkehr gefährdet werden könnte, sagte Söder.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte im Juni Pläne für eine von der CSU vorangetriebene Pkw-Maut in Deutschland für rechtswidrig erklärt. Das Maut-Modell sah vor, dass zwar In- und Ausländer für die Nutzung von Straßen zahlen sollen, die Deutschen jedoch parallel bei der Kfz-Steuer entlastet werden.

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Wo Flüchtlinge im märkischen Nirgendwo leben

Das Flüchtlingsheim von Hohenleipisch liegt abgelegen auf einer Lichtung im Wald.Foto: Helena Piontek

Im April wurde in Hohenleipisch eine Kenianerin getötet. Der Ort, an dem sie lebte, könnte kaum trostloser sein: eine Asylbewerberunterkunft in Hohenleipisch.

Von Helena Piontek | DER TAGESSPIEGEL

Hohenleipisch liegt an der Landstraße 62 zwischen Elsterwerda und Finsterwalde. Eingebettet zwischen Streuobstwiesen und dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Süden des Brandenburger Landkreises Elbe-Elster. Bis nach Sachsen sind es mit dem Auto keine 20 Minuten.

2000 Einwohner hat die Gemeinde, in der Ortsmitte sind ein Blumenladen, eine Apotheke, ein Supermarkt. Der große Gasthof schräg gegenüber veranstaltet ab Mitte September jeden Freitag eine „Flirt- und Singleparty“. Hohenleipisch trieft vor ländlicher Alltäglichkeit. Nichts ist hier ungewöhnlich.

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