Staatsleistungen an Kirchen: Linke fordert Ablösung


Bild: tilly

Seit 100 Jahren fordert die Verfassung in Deutschland eine Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen. Die Linken haben nun erneut ein Ende der Zahlungen gefordert – und unter anderem eine mögliche Enteignung ins Spiel gebracht.

katholisch.de

Zum 100. Jahrestag der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung hat die Linksfraktion im Deutschen Bundestag erneut die Ablösung der Staatsleistungen an die beiden großen Kirchen in Deutschland gefordert. Die Bundesregierung müsse endlich „konkrete Schritte zur Umsetzung des Verfassungsauftrags“ der Ablösung einleiten, erklärte die religionspolitische Sprecherin der Fraktion, Christine Buchholz, am Sonntag in Berlin.

Die Politikerin bezeichnete die am 11. August 1919 in Weimar beschlossene Verfassung als wichtigen Schritt hin zur Trennung von Staat und Kirche. Unter anderem verpflichte die Verfassung den Staat dazu, die jährlichen Staatsleistungen durch einen Schlussvertrag zu beenden. „In 100 Jahren hat es kein deutsches Parlament geschafft, diesen Verfassungsauftrag einzulösen“, kritisierte Buchholz.

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