Wo Flüchtlinge im märkischen Nirgendwo leben


Das Flüchtlingsheim von Hohenleipisch liegt abgelegen auf einer Lichtung im Wald.Foto: Helena Piontek

Im April wurde in Hohenleipisch eine Kenianerin getötet. Der Ort, an dem sie lebte, könnte kaum trostloser sein: eine Asylbewerberunterkunft in Hohenleipisch.

Von Helena Piontek | DER TAGESSPIEGEL

Hohenleipisch liegt an der Landstraße 62 zwischen Elsterwerda und Finsterwalde. Eingebettet zwischen Streuobstwiesen und dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Süden des Brandenburger Landkreises Elbe-Elster. Bis nach Sachsen sind es mit dem Auto keine 20 Minuten.

2000 Einwohner hat die Gemeinde, in der Ortsmitte sind ein Blumenladen, eine Apotheke, ein Supermarkt. Der große Gasthof schräg gegenüber veranstaltet ab Mitte September jeden Freitag eine „Flirt- und Singleparty“. Hohenleipisch trieft vor ländlicher Alltäglichkeit. Nichts ist hier ungewöhnlich.

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