Attacke auf Moschee in Norwegen: Im „Rassenkrieg“


Polizeiwagen stehen vor einer Moschee in Baerum nahe Oslo | Bildquelle: AP

Der Angriff auf eine Moschee in Norwegen ist im Netz offenkundig angekündigt worden. Der mutmaßliche Täter bezieht sich auf andere Terrorattacken und sieht sich demnach in einem „Rassenkrieg“.

Von Patrick Gensing | tagesschau.de

Acht Jahre nach den Anschlägen von Oslo und Utöya wird Norwegen erneut von einer Terrorattacke erschüttert. Allerdings konnte der Angreifer in einer Moschee gestoppt werden, bevor er Menschen erschießen konnte. Der Attentäter war laut Zeugen mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnet in die Al-Noor-Moschee in Baerum bei Oslo eingedrungen. Dort hielten sich zu dem Zeitpunkt drei Gläubige zum Gebet auf. Zwei der Männer seien sofort in Deckung gesprungen, doch ein Mann habe den Angreifer überwältigt, sagte der Moschee-Vorstand dem Sender TV2.

Der mutmaßliche Täter steht zudem in Verdacht, vor dem Angriff auf die Moschee seine 17-jährige Halbschwester getötet zu haben.

Bislang schweigt der Mann zu den Vorwürfen. Ermittlungen hätten aber ergeben, teilte die Polizei mit, dass der Täter rechtsextremistische Ansichten gehabt habe. Zudem habe er mit dem norwegischen Nazi-Kollaborateur Vidkun Quisling sympathisiert, der im Zweiten Weltkrieg eine von den deutschen Besatzern abhängige Regierung führte. Sein Name ist zum Synonym für Kollaborateure geworden. Der Festgenommene habe auch eine feindselige Haltung gegen Einwanderer, so die Polizei.

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