Ein Drittel der Twitter-Mitteilungen hetzt – oft gegen Flüchtlinge


Wissenschaftler entwickeln automatische Erkennung von Hassbotschaften. Die ersten Ergebnisse sind alarmierend. Gehetzt wird oft gegen Flüchtlinge. Der Deutsche Richterbund fordert schärfere gesetzliche Vorgaben für die Internet-Konzerne.

MiGAZIN

Wissenschaftler arbeiten an einer automatischen Erkennung von Hassbotschaften und Beleidigungen im Internet. „Hass im Netz ist eine Art von Gewalt“, sagte die Professorin für Informationswissenschaft an der Hochschule Darmstadt, Melanie Siegel, dem „Evangelischen Pressedienst“. Auf der Kurznachrichten-Plattform Twitter verbreiteten rund fünf Prozent der Teilnehmer Hassbotschaften, die bei bestimmten Themen wie Flüchtlingen oder Asylbewerbern schätzungsweise über ein Drittel aller Nachrichten (Tweets) ausmachten.

Die Computerlinguistin und ihre Mitarbeiter untersuchten im letzten Quartal 2017 und 2018 rund 8.000 Tweets. Bestimmte Twitter-Accounts reagierten massiv auf Nachrichten und sendeten viele Retweets, so dass man ein automatisches Computerprogramm (Social Bot) dahinter vermuten könne, erklärte die Informationswissenschaftlerin. Die meisten der Twitter-Accounts, die Hassbotschaften sendeten, seien rechtsradikal gefärbt. Nur wenige linksradikal gefärbte hätten sich darunter befunden.

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