US-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf, das Weißkopfseeadler rettete


Der Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA, profitierte von dem Gesetz. – APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

Wirtschaftliche Interessen sollen bei der Einstufung einer Art als bedroht oder gefährdet künftig keine Rolle mehr spielen. Tierschützer kritisieren die Änderungen am „Endangered Species Act“ scharf.

Die Presse.com

Der Wanderfalke, der Buckelwal, der Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA, Wölfe oder Grizzlybären wären verschwunden oder stark dezimiert worden, hätte der frühere US-Präsident Richard Nixon 1973 nicht den „Endangered Species Act“ erlassen. Doch die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat dieses Gesetz zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten nun aufgeweicht.

Die neuen Regelungen vereinfachen es, Arten von der Liste bedrohter Arten zu streichen und verringern den Schutz gefährdeter Spezies (eine Schutzstufe unter den bedrohten Arten). Außerdem sollen nun erstmals wirtschaftliche Aspekte bei der Einstufung einer Art als bedroht keine Rolle mehr spielen. Nach Ansicht von Kritikern ebnet dies den Weg dafür, dass wirtschaftliche Interessen Einfluss auf die Klassifizierung von Arten als gefährdet oder bedroht gewinnen könnten.

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