Verfassungsschutzgesetz: Sachsen-Anhalt will Staatstrojaner einsetzen

Bild: heise online

Verschlüsselte Kommunikation ist Standard. Für Leute, die schwere Straftaten vorhaben, ohnehin. Sachsen-Anhalts Verfassungsschutz soll Einsicht erhalten.

heise online

Sachsen-Anhalt will sein Verfassungsschutzgesetz der technischen Entwicklung anpassen: Verfassungsschützer sollen danach künftig auch verschlüsselte Kommunikation mitverfolgen können, wenn ein Richter zustimmt, teilte das Innenministerium am Dienstag in Magdeburg mit. „Wir haben die gesetzlichen Regeln so angepasst, dass wir im Grunde genommen weiter das machen können, was wir schon immer machen durften, bevor das Internet kam, bevor Verschlüsselungstechniken kamen“, sagte Verfassungsschutzchef Jochen Hollmann. Das Gesetz muss aber erst noch vom Landtag beschlossen werden.

„Wir sind mit der Zeit – und so ging es ja vielen Nachrichtendiensten und der Polizei – immer weniger in der Lange gewesen, Gespräche auch inhaltlich abzuhören.“ Hollmann betonte, die sogenannte Quellen-TKÜ sei auf den absoluten Ausnahmefall beschränkt, vielleicht ein oder zwei im Jahr. Der Verfassungsschutz sei dafür auch auf das Bundesamt für Verfassungsschutz angewiesen. Es gehe um jede laufende Kommunikation vom Telefonat bis zu Messenger-Diensten. Das LKA Berlin hatte kürzlich vergeblich teure FinFischer-Spähtechnik gekauft – sie durfte nicht eingesetzt werden. Die Bundesregierung will mit dem Staatstrojaner inzwischen auch Einbrüche effektiver aufklären können.

weiterlesen

Wie der Brexit den Nordirland-Konflikt neu entfachen könnte

Katholische Iren gegen britische Protestanten: Seit 21 Jahren ist der Nordirland-Konflikt offiziell befriedet. Doch in manchen lebt der Hass weiter. Viele befürchten, dass der EU-Austritt Großbritanniens die zerbrechliche Aussöhnung gefährden könnte.

Von Alexander Brüggemann | katholisch.de

Kann es so etwas wie „Friedenswände“ geben? Noch heute werden an den sogenannten Peace Walls von Belfast am Abend die Tore geschlossen, um katholische und protestantische Problemviertel voneinander zu trennen. Und noch immer gibt es die martialischen Malereien an Privathäusern, die in leuchtenden Farben die vermeintlichen Märtyrer des Bürgerkriegs und ihre Waffen verherrlichen.

Seit dem sogenannten Karfreitagsabkommen von Belfast vor gut 20 Jahren herrscht zwar endlich Frieden in Nordirland. Doch es ist nicht für alle Frieden, nur für die meisten. In manchen lebt der Hass von damals fort; und nicht wenige befürchten, dass der EU-Austritt Großbritanniens die zerbrechliche soziale Aussöhnung gefährden könnte und die Konturen der Verwerfungen von damals wieder deutlicher zutage treten. Die Nordirland-Frage ist der politisch heikelste Aspekt des Brexit. Wo verläuft künftig die EU-Außengrenze? Und gehen alle den am Ende gewählten Weg mit?

weiterlesen

Russland: Weiter Rätselraten über Explosion bei einem Raketenantriebstest

RT schreibt, es sei nicht bekannt, welcher Raketentyp getestet wurde. Zur Illustrierung des Artikels wurde ein erfolgreicherer Test der neuen Interkontinentalrakete Samat verwendet. Bild: Sputnik / Russian Defence Ministry

Es herrscht Informationschaos, angeblich soll es sich um einen Test der in Entwicklung befindlichen Skyfall-Rakete mit Nuklearantrieb handeln, von Novaja Gaseta als „fliegendes Tschernobyl“ bezeichnet

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Explosion auf dem militärischen Testgelände der Marine in Archelansk ist nun dank Donald Trump auf der höchsten politischen Ebene angekommen. Russland hatte bestätigt, dass ein neuartiges Flüssigkeitsraketentriebwerk am 8. August beim Testen mit einer Isotopenquelle explodiert war und dabei 5 Mitarbeiter von Rosatom und des Russischen Nuklearzentrums getötet wurden. Das sei, merkte Novaya Gazeta an, nur eine Umschreibung eines fliegenden Atomreaktors.

Auf die Messung einer kurzzeitigen Erhöhung der Radioaktivität auf bis zu 2 Mikrosievert in der 20 km entfernten Stadt Severodvinsk, die die Messergebnisse wieder auf der Website entfernte, wurde erst einmal nicht eingegangen. Es wurde taktiert und die Öffentlichkeit nur schrittweise informiert, was allerdings bei einem geheimen Waffenprogramm nicht nur in Russland so praktiziert wird. Staatliche Medien berichteten später, dass nicht nur russische Messstation, sondern auch solche etwa in Finnland oder der EU keine erhöhten Werte feststellen konnten (Die Explosion bei einem Raketentest in Nordrussland bleibt mysteriös).

Von Anfang wurde vornehmlich in westlichen Medien spekuliert, dass hier ein von Wladimir Putin angekündigter neuer Marschflugkörper mit Nuklearantrieb getestet worden sein könnte. Russische Experten gingen hingegen eher davon aus, dass möglicherweise bei der Explosion durch die Beschädigung eines Geräts geringe Mengen an Radioaktivität freigesetzt worden sein könnten. Auffällig war, dass vor dem Test eine ein Monat lange Sperrung der Bucht angeordnet worden war, in der auf einem Schiff die Explosion geschah. Auf Videos hatte man auch sehen können, dass Personal in Schutzanzügen die bei der Explosion Verletzten nach Moskau gebracht haben.

weiterlesen

Mathematik: Unendlicher als unendlich

In der Mathematik gibt es mehr als eine Unendlichkeit – die große Frage ist nur, wie ihre Hierarchie aussieht. © dvsmm/ iStock

Unendliche Zahlenspiele: Es scheint paradox, aber in der Mathematik gibt es verschiedene Unendlichkeiten – so ist die Unendlichkeit aller Zahlen größer als die nur der ganzen Zahlen. Unklar war aber bisher, ob es zwischen den Extremen dieser beiden Unendlichkeiten noch Abstufungen gibt. Genau dies haben jetzt Mathematiker erstmals bewiesen. Sie belegen, dass die zehn im sogenannten Cichons Diagramm erfassten Unendlichkeiten alle voneinander verschieden sind.

scinexx

In der Mathematik gibt es einige Zahlen mit unendlich vielen Stellen – dazu gehören die Kreiszahl Pi, und die Quadratwurzel aus 2. Aber auch der Zahlenraum selbst hat kein Ende: Es gibt unendlich viele ganze Zahlen, unendlich viele Primzahlen und auch alle Zahlensorten zusammen sind unendlich. Aber was bedeutet dies konkret? Sind diese Unendlichkeiten alle gleich, weil nichts mehr sein kann als unendlich? Oder gibt es doch Abstufungen der Unendlichkeit? Ist beispielsweise zwei hoch unendlich mehr als unendlich plus unendlich?

weiterlesen

100 Jahre Weimar: Weiter Debatte um Trennung Staat und Kirche — „Juwel der Religionsfreiheit“

Weimarer Reichsverfassung in Buchform. Bild: gemeinfrei/PD

Zum 100. Jahrestag des Inkrafttretens der Weimarer Verfassung geht die Debatte um die Trennung von Staat und Religion weiter. „Wir müssen die Trennung von Staat und Religion im Geist der Kooperation weiterentwickeln.“

DOMRADIO.DE

Das forderte der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel. Teile der Weimarer Verfassung würden noch heute gelten, sie sei ein „Juwel der Religionsfreiheit“. Am 14. August 1919 war sie in Kraft getreten.

Die erste demokratische Verfassung Deutschlands habe das bis dahin geltende Bündnis von Thron und Altar aufgelöst, sagte der Beauftragte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Der Parlamentarische Rat habe dies vor 70 Jahren dann aus gutem Grund ins Grundgesetz der Bundesrepublik übernommen. „Glaubenswahrheiten können nicht durch den Staat durchgesetzt werden“, meinte Grübel. Von der Trennung profitierten beide Seiten.

An den Rand gedrängt?

In Deutschland habe sich die kooperative Trennung von Staat und Kirche bestens bewährt, erklärte der Beauftragte. Religionsfreiheit leide, wenn Religionen von Staat und Gesellschaft an den Rand gedrängt würden. Sie leide aber genauso, wenn Religionen von politischer Seite vereinnahmt würden. Das Grundgesetz gewährleiste die Freiheit von Weltanschauung und Religion auch im Interesse des Staates.

weiterlesen

Merkel verteidigt zivile Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Seenotrettung durch private Organisationen auf dem Mittelmeer verteidigt. „Seenotrettung ist ein Gebot der Menschlichkeit“, sagte sie laut „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ am Dienstag bei einem Leserforum der „Ostsee-Zeitung“ in Stralsund.

evangelisch.de

Zugleich betonte sie: „Es kommen nicht immer nur die Ärmsten und Schwächsten. Wir sprechen mit den afrikanischen Ländern, wo wir helfen können. Schlepper und Schleuser wollen wir nicht unterstützen.“

„Das Thema wird immer da sein, wenn sich die Verhältnisse in Afrika nicht stabilisieren. Denn wir hängen zusammen, und das wird auch so bleiben“, sagte die Kanzlerin.

weiterlesen

Eine Provokation namens Willy – SPD klebt zurück

Gegenkampagne: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke Bild: dpa

Im Wahlkampf in Brandenburg bedient sich die AfD beim SPD-Heiligen Willy Brandt. Die Sozialdemokraten sind empört – und kleben Gegen-Plakate.

Von Markus Wehner | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Wahlkampf in Brandenburg provoziert die AfD mit einem Rückgriff auf die Geschichte. Besonders die SPD, die die rote-rote Landesregierung anführt, sieht sich herausgefordert. Denn die AfD hat sich an der Ikone der Sozialdemokratie vergriffen, an Willy Brandt. Mit dem Bild des früheren Bundeskanzlers und SPD-Vorsitzenden und dessen Slogan „Mehr Demokratie wagen!“ werben die Rechtspopulisten für sich. Dass die AfD „an allen Stellen klaut, ist bekannt“, sagte SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke am Montagabend bei einer Wahlveranstaltung in Potsdam. Dass die AfD sich aber an jemanden vergreife, der sich zeitlebens für den Frieden zwischen den Völkern eingesetzt habe, das sei „der Gipfel“.

Die SPD hatte am Montag ein Gegen-Wahlplakat vorgestellt. Es trägt die Aufschrift „Wir wollten die Freiheit. Wir haben sie erkämpft. Sorge dafür, dass sie bleibt“. Darunter steht das Motto „#wirsindwilly“, das als Hashtag über Twitter verbreitet wurde. Mehrere führende SPD-Politiker, etwa Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die kommissarischen Parteivorsitzenden Torsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer, schlossen sich dem Aufruf an. Dass die AfD „diesen großen Freiheitskämpfer für ihre rechte Propaganda missbraucht, ist an Verlogenheit nicht zu überbieten“, schrieb Dreyer.

weiterlesen

Homöopathie: Der Betrug, gegen den keiner zu klagen wagt

Foto: istockphoto.com/at/portfolio/PicLeidenschaft

Europäische Staaten verschärfen die Gangart gegen die Pseudomedizin, auf EU-Ebene behält das Globuli-Business noch rechtliche Privilegien, die den Arznei-Betrug unterstützen.

Christian Kreil | DERSTANDARD/Diskurs

Homöopathische Zaubermittelchen dürfen als Medizin verkauft werden, an die strengen Zulassungsbestimmungen für Arzneimittel sind die Globuli aus Milchzucker allerdings nicht gebunden. So lässt sich die Arzneimittelrichtlinie der EU aus dem Jahr 2001 auf den Punkt bringen. Homöopathika gelten demnach als Medizin, weil die Hersteller es behaupten und nicht, weil sie eine Wirkung nachweisen können. Die „Initiative Homöopathie“ macht in einem offenen Brief an die Abgeordneten der Europäischen Parlaments Druck, dieses absurd anmutende Arzneimittelprivileg für Homöopathika auf europäischer Ebene zu Fall zu bringen. Der Hintergrund: Länder wie England, Frankreich und Spanien verschärfen den Ton gegen die Homöopathie in nationalen Alleingängen. Mit anderen Worten: Auf EU-Ebene ist pharmazeutischen Unternehmen mit dem Vertrieb wirkungsloser Produkte nach wie vor ein Betrug gestattet, den immer mehr Regierungen durchschauen und einzudämmen versuchen.

Die Initiative gegen die Sonderstellung der Pseudomedizin ist ehrenwert und nötig. Warum Patienten, Kunden oder Geschädigte noch nie gegen den Betrug mit inhaltslosen Zuckerkugeln geklagt haben, erschließt sich dem Blogger nicht ganz. Was außer Betrug soll der Verkauf von Zucker als Arznei schon sein?

weiterlesen

WHO schlägt Alarm: Zahl der Masernfälle hat sich verdreifacht

Modell eines Masernvirus. Bild: Reuters

Die Zahl der weltweit gemeldeten Masernfälle ist rasant gestiegen: Bis Ende Juli wurden laut WHO fast 365.000 Fälle registriert – fast drei Mal so viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

tagesschau.de

Seit 2006 gab es in einem ersten Halbjahr nicht mehr so viele Masernfälle wie in diesem Jahr. Bis Ende Juli wurden in 182 Ländern nach vorläufigen Zahlen fast 365.000 Masernfälle registriert, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Das sind fast drei Mal so viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres und mehr als im Gesamtjahr 2018. „Millionen Menschen sind weltweit in Gefahr“, warnte die Organisation.

2018 wurden weltweit insgesamt gut 350.000 Masern-Erkrankungen gemeldet, das sind wiederum mehr als doppelt so viele wie im Jahr davor. Bis 2016 waren die Masern-Zahlen weltweit rückläufig.

weiterlesen

Sind evangelikale „Christfluencer“ gefährlich?

Bild Youtube (Symbolbild)© picture-alliance/dpa

Auf YouTube über seinen Glauben plaudern und erzählen, wie das mit „Kein Sex vor der Ehe“ funktioniert: Trotz oft konservativer Botschaften kommen sogenannte „Christfluencer“ in den sozialen Medien hip daher. Ist das gefährlich?

Irene Esmann, Anna Kemmer | BR24

Den beiden großen Kirchen laufen die Mitglieder davon und gerade jüngere Christen fühlen sich vom Angebot der Evangelischen und Katholischen Kirche nicht angesprochen. Den umgekehrten Trend gibt es gerade bei evangelikalen Gemeinden: Auf YouTube, Instagram & Co geben sich christliche Influencer hip und cool. Nur: Ihre Botschaften sind oft sehr konservativ. Ist das gefährlich? Oder können sich die großen Kirchen von den „Christfluencern“ sogar etwas abschauen?

Klicks für Emotionen und persönliche Geschichten

Der Theologe und Netz-Experte Jürgen Pelzer berät unter anderem kirchliche Institutionen und Organisationen rund um das Thema Digitalisierung. Evangelikale Influencer, sagt er, nutzen die sozialen Medien viel mehr aus einem persönlichen Mitteilungsbedürfnis: „Es ist etwas anderes, wenn eine junge Frau ganz sympathisch, ganz persönlich aus ihrem Wohnzimmer ein Handyvideo sendet.“ So wie etwa Lisa Stowasser, die auf YouTube als „LiMarie“ von ihrem „Christian Lifestyle“ erzählt – einem streng bibeltreuen Lebensstil. In einem Video, das über 330.000 mal geklickt wurde, erklärt sie, wie sie es durchhält, keinen Sex vor der Ehe zu haben, in anderen geht es um Abtreibung oder den „Hunger nach Gott“.

weiterlesen

Die Europäer haben sich das Schwein schnell zu eigen gemacht

Ein junges verwildertes Schwein auf Sardinien. Bei Insel-Schweinen fanden die Forscher eher etwas grössere genetische Reste der frühen Hausschweine aus dem Nahen Osten. (Bild: Domenico Fulgione)

Einmal das Genom komplett austauschen: Das ist den ersten europäischen Bauern mit dem Hausschwein fast gelungen.

Stephanie Kusma | Neue Zürcher Zeitung

Domestiziert wurde das Schwein im Nahen Osten, vor etwa 10 500 Jahren, darauf deuten archäologische Funde hin. In Europa tauchte es zwei Jahrtausende später auf: vor 8500 Jahren. Doch woher stammten diese Tiere? Waren sie vor Ort domestiziert, aus europäischen Wildschweinen, oder aus dem Nahen Osten eingeführt? Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass zumindest das Erbgut ihrer Mitochondrien, das in der mütterlichen Linie weitergegeben wird, von europäischen Wildschweinen stammt – diese waren also auf jeden Fall an ihrer Entstehung beteiligt. Doch in welchem Ausmass?

Um diese Fragen zu klären, untersuchte ein internationales Forscherteam um Greger Larson von der University of Oxford sowohl das mitochondriale Erbgut von über 2000 modernen und alten Schweinen als auch das von beiden Eltern stammende Erbgut des Zellkerns von gut 60 Schweinen aus archäologischen Funden. Nun haben sie ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift «PNAS» veröffentlicht: Wie sich zeigte, hat kein anderes Haustier nach seiner Einführung in Europa einen so grundlegenden genetischen Wandel durchgemacht wie das Schwein.

weiterlesen

Innsbruck: Muslimische Taxifahrer lehnen Mitnahme von Hunden ab

Image by Lars Vilks published in Nerikes Allehanda along with the editorial. Bild: wikimedia.org/ fair use under United States copyright law

Ein Taxi für eine Fahrt mit Hund zu finden, wurde für eine Innsbruckerin zum Problem. Laut Funkzentrale spielen bei Fahrern Glaubensgründe mit

kath.net

Im österreichischen Innsbruck wird es laut einem Bericht der Tiroler Tageszeitung immer schwieriger, Taxis zu finden, die Hunde mitnehmen. Als Begründung wird von dem Taxiunternehmen mitgeteilt, dass es die meisten Fahrer aus Glaubensgründen ablehnen würden, Hunde mitzunehmen. Mittlerweile haben rund 80 Prozent der Fahrer einen Migrationshintergrund, Muslime sehen Hunde traditionell als „unrein“.

Stoiber zum Kreuzerlass: Marx‘ harte Tonart kann ich bis heute nicht nachvollziehen

Bild: ©KNA

Vor einem Jahr sorgte der bayerische Kreuz-Erlass für heftige Spannungen zwischen CSU und katholischer Kirche. Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stobier hat nun deutliche Kritik am Verhalten der Kirche in der Causa geäußert.

katholisch.de

Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber hat die katholische Kirche für ihren Umgang mit dem Kreuz-Erlass der bayerischen Landesregierung kritisiert. Die Kirche habe mit ihrer ablehnenden Haltung gegenüber der Initiative von Ministerpräsident Markus Söder einen „unnötigen Konflikt mit der Staatsregierung“ vom Zaun gebrochen, sagte Stoiber in einem Interview der in Würzburg erscheinenden Wochenzeitung „Die Tagespost“ (Mittwoch). „Kardinal Marx hat Markus Söder sogar eine Spaltung der Gesellschaft vorgeworfen! Diese harte Tonart kann ich bis heute nicht nachvollziehen“, so Stoiber, der von 1993 bis 2007 selbst Ministerpräsident von Bayern und von 1999 bis 2007 auch CSU-Vorsitzender war.

weiterlesen

Tod einer Erdplatte

Die Juan-de-Fuca-Platte gibt wichtige Einblicke darin, wie Ozeanplatten „sterben“. Denn schon jetzt kündigt ein gewaltiges Loch ihr kommendes Ende an. © USGS/ NASA

Wie Erdplatten sterben: Vor der US-Westküste werden Geologen zurzeit Zeugen beim „Tod“ einer tektonischen Platte. Die ozeanische Juan-de-Fuca-Platte hat bereits ein gewaltiges Loch entwickelt – eine Vorstufe ihres endgültigen Zerbrechens, wie die Forscher berichten. Ursache des nahen Endes ist die Subduktion dieser langen, aber schmalen Platte unter den amerikanischen Kontinent. In einigen Millionen Jahren könnte dieser Prozess die gesamte Juan-de-Fuca-Platte geschluckt haben.

scinexx

Die Erdkruste ist ein dynamisches System: An den mittelozeanischen Rücken wird ständig neue Kruste gebildet, an den Subduktionszonen der Kontinentränder wird diese ozeanische Kruste in die Tiefe gedrückt und wieder aufgeschmolzen. Gleichzeitig führt die Kontinentdrift aber auch immer wieder dazu, dass Bildungsrücken und Subduktionszonen sich einander annähern. Die zwischen ihnen liegende ozeanische Platte wird dadurch immer kleiner.

weiterlesen

Studie: Konfessionslose werden in immer mehr Ländern schikaniert &mdash& Zunahme der Verfolgung

Nicht nur die Angehörigen bestimmter Religionsgruppen, auch religiös nicht gebundene Menschen geraten laut Experten weltweit unter Druck. Das Spektrum der Angriffe reicht von verbalen Attacken, über körperliche Gewalt bis hin zu Mord.

DOMRADIO.DE

Wie das Washingtoner Pew Research Center in einer am Montag veröffentlichten Analyse ermittelte, sehen sich Freidenker und Atheisten in 23 Ländern der Welt zunehmender Verfolgung ausgesetzt. Die Untersuchung bezieht sich auf Zahlen aus dem Jahr 2017 und dokumentiert einen deutlichen Anstieg um neun Länder im Vergleich zu 2016.

Verbale Attacken bis hin zu körperlicher Gewalt

Zu den Belästigungen nicht-religiöser Menschen zählen demnach verbale Attacken bis hin zu körperlicher Gewalt und Mord. Die Repressionen gehen laut Pew sowohl von Regierungen, Gruppen als auch von Einzelpersonen aus.

weiterlesen

Amadeu-Antonio-Stiftung: AfD ist rechtsradikal

Gesetzentwurf mit Haftdrohung gegen unabhängige politische Bildung, Anträge gegen zivilgesellschaftliches Engagement, „Schulterschluss zur rechtsextremen Szene“: Die AfD bedrohe die Demokratie, warnt die Amadeu-Antonio-Stiftung und fordert Gegenwehr.

evangelisch.de

Vor den Landtagswahlen in drei ostdeutschen Bundesländern warnt die Amadeu-Antonio-Stiftung vor einem weiteren Erstarken der AfD. Diese habe sich inzwischen zu einer rechtsradikalen Partei entwickelt, die demokratische Mittel gegen die Demokratie einsetze, sagte Timo Reinfrank von der Berliner Stiftung am Dienstag bei der Vorstellung von konkreten Handlungsempfehlungen. Die AfD sei eine „modernisierte, neue Form der NPD“, der mit deutlicher Abgrenzung begegnet werden müsse.

Die AfD nur als populistisch zu beschreiben, sei verharmlosend, betonte Reinfrank. In der früheren „Professorenpartei“ seien mittlerweile mehrere Landesverbände rechtsextrem dominiert. Es gebe viele Überschneidungen zu rechtsextremen Organisationen und Bewegungen.

weiterlesen

Reinhard Marx regelt Aufsicht für Missbrauchstäter im Klerus

Wie umgehen mit Priestern, die sich an Kindern vergangen haben und suspendiert sind? Dazu hat das Erzbistum München und Freising nun ganz konkrete Regeln erlassen. Eine Weiterbeschäftigung in der Kirche wird darin nicht vollständig ausgeschlossen.

katholisch.de

Priester des Erzbistums München und Freising, die sich an Kindern vergangen haben und suspendiert sind, müssen sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Kardinal Reinhard Marx hat dazu ein im neuesten Amtsblatt der Erzdiözese veröffentlichtes Dekret zur „Führungsaufsicht für Kleriker“ erlassen.

Demnach müssen die Betroffenen – dem Vernehmen nach sind es derzeit nur einige wenige Personen – private und dienstliche Reisen dem Ordinariat zur Genehmigung vorlegen. Eine Aufsichtsperson überzeugt sich in festgelegten Intervallen durch Besuche in den Privatwohnungen des Täters von der Einhaltung der Auflagen und verfasst jährliche Entwicklungsberichte. Liegt die Wohnung in der Nähe einer Kindertagesstätte, kann ein Umzug angeordnet werden. Eine Beschäftigung des Täters in der Kirche kommt nur unter Ausschluss von Publikumsverkehr und Kontaktmöglichkeiten zu Minderjährigen in Betracht. Bei Verstößen gegen die Auflagen droht eine Kürzung der Bezüge bis zur Höhe von Hartz IV.

weiterlesen