100 Jahre Weimar: Weiter Debatte um Trennung Staat und Kirche — „Juwel der Religionsfreiheit“


Weimarer Reichsverfassung in Buchform. Bild: gemeinfrei/PD

Zum 100. Jahrestag des Inkrafttretens der Weimarer Verfassung geht die Debatte um die Trennung von Staat und Religion weiter. „Wir müssen die Trennung von Staat und Religion im Geist der Kooperation weiterentwickeln.“

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Das forderte der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel. Teile der Weimarer Verfassung würden noch heute gelten, sie sei ein „Juwel der Religionsfreiheit“. Am 14. August 1919 war sie in Kraft getreten.

Die erste demokratische Verfassung Deutschlands habe das bis dahin geltende Bündnis von Thron und Altar aufgelöst, sagte der Beauftragte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Der Parlamentarische Rat habe dies vor 70 Jahren dann aus gutem Grund ins Grundgesetz der Bundesrepublik übernommen. „Glaubenswahrheiten können nicht durch den Staat durchgesetzt werden“, meinte Grübel. Von der Trennung profitierten beide Seiten.

An den Rand gedrängt?

In Deutschland habe sich die kooperative Trennung von Staat und Kirche bestens bewährt, erklärte der Beauftragte. Religionsfreiheit leide, wenn Religionen von Staat und Gesellschaft an den Rand gedrängt würden. Sie leide aber genauso, wenn Religionen von politischer Seite vereinnahmt würden. Das Grundgesetz gewährleiste die Freiheit von Weltanschauung und Religion auch im Interesse des Staates.

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