Reinhard Marx regelt Aufsicht für Missbrauchstäter im Klerus


Wie umgehen mit Priestern, die sich an Kindern vergangen haben und suspendiert sind? Dazu hat das Erzbistum München und Freising nun ganz konkrete Regeln erlassen. Eine Weiterbeschäftigung in der Kirche wird darin nicht vollständig ausgeschlossen.

katholisch.de

Priester des Erzbistums München und Freising, die sich an Kindern vergangen haben und suspendiert sind, müssen sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen. Kardinal Reinhard Marx hat dazu ein im neuesten Amtsblatt der Erzdiözese veröffentlichtes Dekret zur „Führungsaufsicht für Kleriker“ erlassen.

Demnach müssen die Betroffenen – dem Vernehmen nach sind es derzeit nur einige wenige Personen – private und dienstliche Reisen dem Ordinariat zur Genehmigung vorlegen. Eine Aufsichtsperson überzeugt sich in festgelegten Intervallen durch Besuche in den Privatwohnungen des Täters von der Einhaltung der Auflagen und verfasst jährliche Entwicklungsberichte. Liegt die Wohnung in der Nähe einer Kindertagesstätte, kann ein Umzug angeordnet werden. Eine Beschäftigung des Täters in der Kirche kommt nur unter Ausschluss von Publikumsverkehr und Kontaktmöglichkeiten zu Minderjährigen in Betracht. Bei Verstößen gegen die Auflagen droht eine Kürzung der Bezüge bis zur Höhe von Hartz IV.

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