Russland: Weiter Rätselraten über Explosion bei einem Raketenantriebstest


RT schreibt, es sei nicht bekannt, welcher Raketentyp getestet wurde. Zur Illustrierung des Artikels wurde ein erfolgreicherer Test der neuen Interkontinentalrakete Samat verwendet. Bild: Sputnik / Russian Defence Ministry

Es herrscht Informationschaos, angeblich soll es sich um einen Test der in Entwicklung befindlichen Skyfall-Rakete mit Nuklearantrieb handeln, von Novaja Gaseta als „fliegendes Tschernobyl“ bezeichnet

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Explosion auf dem militärischen Testgelände der Marine in Archelansk ist nun dank Donald Trump auf der höchsten politischen Ebene angekommen. Russland hatte bestätigt, dass ein neuartiges Flüssigkeitsraketentriebwerk am 8. August beim Testen mit einer Isotopenquelle explodiert war und dabei 5 Mitarbeiter von Rosatom und des Russischen Nuklearzentrums getötet wurden. Das sei, merkte Novaya Gazeta an, nur eine Umschreibung eines fliegenden Atomreaktors.

Auf die Messung einer kurzzeitigen Erhöhung der Radioaktivität auf bis zu 2 Mikrosievert in der 20 km entfernten Stadt Severodvinsk, die die Messergebnisse wieder auf der Website entfernte, wurde erst einmal nicht eingegangen. Es wurde taktiert und die Öffentlichkeit nur schrittweise informiert, was allerdings bei einem geheimen Waffenprogramm nicht nur in Russland so praktiziert wird. Staatliche Medien berichteten später, dass nicht nur russische Messstation, sondern auch solche etwa in Finnland oder der EU keine erhöhten Werte feststellen konnten (Die Explosion bei einem Raketentest in Nordrussland bleibt mysteriös).

Von Anfang wurde vornehmlich in westlichen Medien spekuliert, dass hier ein von Wladimir Putin angekündigter neuer Marschflugkörper mit Nuklearantrieb getestet worden sein könnte. Russische Experten gingen hingegen eher davon aus, dass möglicherweise bei der Explosion durch die Beschädigung eines Geräts geringe Mengen an Radioaktivität freigesetzt worden sein könnten. Auffällig war, dass vor dem Test eine ein Monat lange Sperrung der Bucht angeordnet worden war, in der auf einem Schiff die Explosion geschah. Auf Videos hatte man auch sehen können, dass Personal in Schutzanzügen die bei der Explosion Verletzten nach Moskau gebracht haben.

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