Tod einer Erdplatte


Die Juan-de-Fuca-Platte gibt wichtige Einblicke darin, wie Ozeanplatten „sterben“. Denn schon jetzt kündigt ein gewaltiges Loch ihr kommendes Ende an. © USGS/ NASA

Wie Erdplatten sterben: Vor der US-Westküste werden Geologen zurzeit Zeugen beim „Tod“ einer tektonischen Platte. Die ozeanische Juan-de-Fuca-Platte hat bereits ein gewaltiges Loch entwickelt – eine Vorstufe ihres endgültigen Zerbrechens, wie die Forscher berichten. Ursache des nahen Endes ist die Subduktion dieser langen, aber schmalen Platte unter den amerikanischen Kontinent. In einigen Millionen Jahren könnte dieser Prozess die gesamte Juan-de-Fuca-Platte geschluckt haben.

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Die Erdkruste ist ein dynamisches System: An den mittelozeanischen Rücken wird ständig neue Kruste gebildet, an den Subduktionszonen der Kontinentränder wird diese ozeanische Kruste in die Tiefe gedrückt und wieder aufgeschmolzen. Gleichzeitig führt die Kontinentdrift aber auch immer wieder dazu, dass Bildungsrücken und Subduktionszonen sich einander annähern. Die zwischen ihnen liegende ozeanische Platte wird dadurch immer kleiner.

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