Homolka: Land muss Sicherheitskosten für Rabbinerausbildung tragen — „Ansteigen der Gefährdungslage“


Kundgebung gegen Antisemitismus © Christophe Gateau (dpa)

„Das Land hat hier eine enorm große Verantwortung“: Der Rektor des Potsdamer Rabbinerseminars Abraham-Geiger-Kolleg, Walter Homolka, hat eine Übernahme der Sicherheitskosten für den künftigen Standort durch das Land gefordert.

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Das Land Brandenburg habe bereits viel für Rabbinerausbildung und jüdische Theologie in Potsdam getan, sagte Homolka den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (Mittwoch). Dennoch stehe eine Erklärung zur Übernahme der Sicherheitskosten, „die durch ein Ansteigen der Gefährdungslage unausweichlich erscheinen“, aus.

Dies sei auch angesichts von Übergriffen auf Kippa-Träger in Berlin und Potsdam beschämend. Das Land müsse sich im Klaren darüber sein, dass es weltweites Aufsehen nach sich ziehen würde, wenn an dem Gebäude auf dem Universitätscampus am Neuen Palais etwas passiere, betonte Homolka: „Das Land hat hier eine enorm große Verantwortung.“ Das Innenministerium müsse deshalb zu der Frage klar Stellung beziehen, „möglichst noch vor den Wahlen im September“.

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