CDU will Muslimen Schächten verbieten – Zentralrat der Juden protestiert


Schafe mit ihren Lämmern stehen auf einer Weide. Bild: Kieler Nachrichten

Die niedersächsische CDU will die Ausnahmegenehmigung, wonach Muslime in dem Bundesland jährlich Tiere zum Opferfest betäubungslos schlachten dürfen, widerrufen. Sie greift damit einen Vorstoß der AfD neu auf. Protest kommt jetzt vom Zentralrat der Juden.

Von Thoralf Cleven | Kieler Nachrichten

Der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert gegen den Beschluss der niedersächsischen CDU-Fraktion, künftig keine Ausnahmen mehr für Muslime bei der betäubungslosen Schlachtung von Tieren zuzulassen.

„Obwohl das Verbot im Hinblick auf das muslimische Opferfest gefordert wird, trifft es die jüdische Gemeinschaft im Besonderen, da im Judentum der Verzehr nicht geschächteter Tiere verboten ist“, schreibt Zentralrats-Präsident Josef Schuster den Landtagsabgeordneten in einem Brief, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. „Auch eine zusätzliche Betäubung der Tiere – sei sie reversibel oder irreversibel – ist im Judentum grundsätzlich verboten.“

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