Antisemitismusbeauftragter Klein verteidigt das Schächten: „Schutz kultureller und religiöser Vielfalt“


Das Schächten von Schafen während des islamischen Opferfestes gilt als religiöses Gebot
© Martin Schutt (dpa)

Ein vernünftiger Ausgleich zwischen Belangen des Tierschutzes und der Religionsfreiheit? Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat das rituelle Schlachten von Tieren in Islam und Judentum verteidigt.

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„Die bislang geltende Regelung nach dem Tierschutzgesetz, die das Schächten in Ausnahmefällen und unter strengen Voraussetzungen erlaubt, stellt einen vernünftigen Ausgleich zwischen Belangen des Tierschutzes und der Religionsfreiheit dar“, sagte Klein am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Diese Regelung habe auch das Bundesverfassungsgericht bestätigt.

Hintergrund ist eine Debatte der niedersächsischen CDU anlässlich des zu Ende gegangenen islamischen Opferfestes. Medienberichten zufolge fordert die dortige Landtagsfraktion ein vollständiges Verbot des Schächtens, bei dem Tiere ohne Betäubung geschlachtet werden. Ein entsprechender Vorstoß sei von der Fraktion gebilligt worden. Als Grund wird das Tierwohl genannt.

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