Der radioaktive Staub einer Supernova rieselt auf die Erde nieder


Die mit dem Hubble-Teleskop gemachte Aufnahme zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Nebel, der bei einer Supernovaexplosion ausgestossen wird. (Bild: Nasa / ESA / Hubble Heritage Team)

Vor zwei bis drei Millionen Jahren explodierte in der Nähe der Sonne ein Stern. Bis heute gelangt Asche des Sterns zur Erde. Das belegen Funde eines Eisen-Isotops am Südpol.

Thorsten Dambeck | Neue Zürcher Zeitung

Die nähere Umgebung des Sonnensystems beherbergt nicht nur Nachbarsterne und deren Planeten. Sie ist zudem angefüllt mit den Wolken des interstellaren Mediums. Diese enthalten Staubpartikel, die in das Sonnensystem eindringen und Informationen über Sterne mit sich tragen, die längst vergangen sind. Die Signatur einer Supernova, die einst vor unserer kosmischen Haustür explodierte, haben Physiker nun im Eis der Antarktis aufgespürt.

Der Fund gelang einem deutsch-österreichischen Team um Dominik Koll von der Technischen Universität München. Die Forscher hatten rund 500 Kilogramm Schnee von der deutschen Kohen-Station erhalten. Diese liegt im antarktischen Binnenland, einige hundert Kilometer vom Meer entfernt. Gekühlt und in Styroporboxen verpackt gelangte die eisige Fracht nach München. Aus dem Schmelzwasser wurden die winzigen interstellaren Staubpartikel herausgefiltert. Weitere Präparationsschritte erfolgten am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und am Wiener Atominstitut.

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