Mehr als 400 neue Missbrauchsklagen in New York eingereicht


Symbolbild Missbrauch © R.Classen (shutterstock)

Im US-Bundesstaat New York sind binnen Stunden 400 neue Klagen wegen sexuellen Missbrauchs eingegangen. Unabhängig davon, wie lange die Übergriffe zurückliegen, gibt es Opfern von Missbrauch ein Jahr lang die Möglichkeiten Wiedergutmachungen einzuklagen.

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Das berichtete der Fernsehsender CNN am Mittwoch (Ortszeit). Hintergrund der Klagewelle gegen die Erzdiözese New York, den Pfadfinderverband Boy Scouts of America und andere Institutionen ist ein im Februar verabschiedetes Gesetz des Bundesstaates.

Nachträglich Wiedergutmachungen einklagen

Der „New York Child Victims Act“ gibt Opfern von Missbrauch ein Jahr lang die Möglichkeit, nachträglich Wiedergutmachungen einzuklagen – unabhängig davon, wie lange die Übergriffe zurückliegen. Die einjährige Periode begann am Mittwoch. Die Zahl der Klagen sei so hoch, dass der Bundesstaat New York 45 Richter allein zur Bearbeitung der neuen Fälle abgestellt habe, hieß es.

Die Anwaltskanzlei Weitz & Luxenberg erklärte, sie vertrete allein 1.200 Klienten im gesamten Bundesstaat, die wegen Kindesmissbrauchs Klage einreichen wollten. Nur ein Teil davon habe dies am ersten Tag getan, weil die Gerichte überfordert seien.

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