Neue Methode könnte die Geburt von Mädchen verhindern


Heute ist es aufwendig und in vielen Ländern (wie auch Österreich) verboten, auf das Geschlecht eines Babys Einfluss zu nehmen.Foto: Mikhail Pochuyev/TASS via GettyImages

Forscher fanden heraus, wie sich Spermien mit dem X-Chromosom verlangsamen lassen – Bioethiker warnen vor möglichen Folgen

Klaus Taschwer | DERSTANDARD

Jahrhundertelang rätselte die Wissenschaft, was für das Geschlecht eines Neugeborenen verantwortlich ist. Die Frage war mitunter auch von eminenter politischer Bedeutung – wenn es darum ging, einen männlichen Thronfolger zu zeugen.

Im Jahr 1898 behauptete der Wiener Embryologe Samuel Leopold Schenk, der auch ein Pionier der In-vitro-Fertilisation (IVF) war, dass Frauen durch spezielle Ernährung vor der Empfängnis für männlichen Nachwuchs sorgen könnten. Damit machte er zwar international kurz Schlagzeilen. Doch die Methode erwies sich als Irrtum, und Schenk verlor deshalb – und aufgrund des damals herrschenden Antisemitismus – sogar seine Professur an der Uni Wien.

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