Christlicher Erotik-Shop: „Die Kirche muss über Sex reden“


Timon Rahn, Wellington Estevo und Gerhard Peters (v.l.n.r.), Gründer des Sexshops „Schöner lieben“ Quelle: dpa

Vier Bielefelder haben einen christlichen Erotik-Versandhandel gegründet. Gerhard Peters erklärt, warum es dort Vibratoren und Körperpuder, aber keine Pornografie zu kaufen gibt.

Von François Duchateau | WELT

Auf dem Evangelischen Kirchentag, der im Juni in Dortmund stattfand, haben die vier Unternehmensgründer Wellington Estevo, Jonathan Peters, Timon Rahn und Gerhard Peters einen Infostand betrieben und Kondome verteilt. So wollten sie auf ihren Online-Erotikhandel aufmerksam machen, der sich speziell an Christen wendet. Die Aktion hat sich gelohnt. Die Macher von „Schöner lieben“, die aus freikirchlichen Gemeinden stammen, wurden damit schlagartig bekannt.

Derzeit führen sie Gespräche mit Investoren, um Geld für eine Ausweitung des Marketings zu beschaffen. Im Gespräch erklärt Gerhard Peters, wie es zu der Gründung kam und warum er glaubt, dass Christen Bedarf an ihrem Angebot haben.

WELT: Wie läuft das Geschäft, Herr Peters?

Gerhard Peters: Ziemlich gut. Wir kommen der Flut an Anfragen kaum hinterher. Wir betreiben den Shop ja nebenberuflich – noch. Online gegangen sind wir vor anderthalb Jahren, doch es hat ein wenig gebraucht, bis der Shop bekannt wurde. Durch unsere Präsenz beim Kirchentag in Dortmund im Juni haben wir plötzlich eine enorme Aufmerksamkeit bekommen, zuletzt ging es ein wenig durch die Decke.

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