Europäische Rabbiner kritisieren CDU-Position zu Schächten: „Alles andere als koscher“


Es geht um das vollständige Ausbluten der Tiere beim Schächten © shutterstock

Schlachten ohne Betäubung verbieten – bedingungs- und ausnahmslos. Die Europäische Rabbiner Konferenz hält die Debatte um das Verbot von Schächten von der niedersächsischen CDU für scheinheilig. 

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„Alles andere als koscher. Die CDU führt hier eine scheinheilige Debatte, die einen winzigen Prozentsatz an Tieren betrifft, die in Deutschland nach religiösen Regeln geschlachtet werden, ignoriert aber im gleichen Zuge die industrielle Massentierhaltung und das Schreddern von Millionen von Küken im eigenen Land“, erklärte der Generalsekretär Gady Gronich der Europäischen Rabbiner Konferenz (CER) am Freitagabend in München.

Tierwohl dürfe nicht in den Hintergrund treten

Am Mittwoch hatte die CDU-Fraktion im Landtag von Hannover beschlossen, das Schächten ganz zu untersagen. Auch bei rituellen Schlachtungen aus religiösen Gründen dürfe das Tierwohl nicht in den Hintergrund treten, sagte der Fraktionsvorsitzende Dirk Toepffer. Anlass war das zu Ende gegangene islamische Opferfest. Dafür besaß ein Schlachtbetrieb in Niedersachsen eine Ausnahmegenehmigung zum Schächten von höchstens 200 Schafen.

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